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Nur Davos fehlt aus den Top 4 der Qualifikation

Nur zwei Tage nach dem Ende der letzten Viertelfinal-Serien wird in den NLA-Playoffs der Kampf um den Meistertitel ab heute mit den Halbfinals Bern (1.) - Kloten Flyers (5.) und Genève-Servette (2.) - Zug (3.) fortgesetzt.

Nachdem in den letzten fünf Jahren der Qualifikationssieger viermal gescheitert war, blieben die Sensationen in den diesjährigen Viertelfinals aus. Von den Top 4 nach der Qualifikation scheiterte nur Davos (4./gegen Kloten). Letztmals standen 2007 so wenig "Ranglisten-Punkte" in den Halbfinals. Damals waren mit Bern (2.), Zug (3.) und Kloten (5.) drei Teams dabei, die sich auch dieses Jahr wieder in der ersten K.o.-Runde durchsetzten. Während Qualifikationssieger Bern gegen Kloten zumindest auf dem Papier mit leichten Vorteilen in die Best-of-7-Serie steigt, scheint die Ausgangslage zwischen Servette und Zug offen.

Fünfmal trafen Bern und Kloten in den Playoffs bisher aufeinander. Und mit Ausnahme des letzten Duells vor vier Jahren, als sich Kloten mit 4:2 Siegen durchsetzte, hob der Sieger später stets den Meisterpokal in die Höhe. Beide Teams bekundeten im Lauf dieser Saison erhebliches Verletzungspech; auf den Höhepunkt hin können die Trainer Larry Huras (Bern) und Anders Eldebrink (Kloten) wieder aus dem Vollen schöpfen. In der Qualifikation trugen Bern und Kloten je zwei Siege in den Direktbegegnungen davon.

Die Parallelen setzten sich auch in den Playoffs fort. Bern fegte mit 4:0 Siegen buchstäblich über das allerdings schwache Lugano hinweg und entledigte sich seines Viertelfinal-Traumas. Kloten nahm in der Neuauflage des letzten Playoff-Finals erfolgreich Revanche an Meister Davos und befindet sich nach dem 4:2 deshalb ebenfalls im mentalen Hoch.

Obwohl Bern anhand der Breite des Kaders leicht zu bevorteilen ist, darf eine temporeiche und spielerisch attraktive Serie erwartet werden. Zu den Schlüsselfiguren könnten die beiden Torhüter - beide mit der Erfahrung als Meistergoalies - werden. Klotens Ronnie Rüeger hinterliess dabei zuletzt den eher besseren Eindruck als Berns Marco Bührer. Gegen Lugano wurde Bührer im Gegensatz zu Rüeger allerdings auch kaum ernsthaft geprüft.

Einen Favoriten für die Halbfinal-Begegnung zwischen Servette und Zug auszumachen, ist ungefähr gleich schwierig wie auf die drei richtigen Pferde zu wetten. "Das wird ein Windhunderennen zwischen zwei Mannschaften, die sich sehr gut kennen und sich an der kurzen Leine halten werden", prophezeit denn auch Servettes allmächtiger Coach Chris McSorley. Es treffen, wenn man die Viertelfinals als Massstab nimmt, zwei offensivstarke Teams (je 23 Tore) mit defensivem Verbesserungspotenzial (22 respektive 24 Gegentreffer) aufeinander.

Aus Zuger Sicht gilt es im zweiten Playoff-Duell der beiden Teams (2005 hatte sich der EVZ mit 4:0 Siegen durchgesetzt) vor allem, den Genfer Paradesturm so gut wie möglich zu neutralisieren. Tony Salmelainen (6 Tore), Thomas Déruns (3) und Center Paul Savary (2) brachten es auf insgesamt 20 Skorerpunkte. Schafft es Servette, den Gegner zu zermürben, werden die Genfer nach ihrer dritten Halbfinal-Teilnahme (nach 2004 und 2008) zum zweiten Mal in drei Jahren um den Titel mitspielen.

Im Playout-"Final" kommt es zu einem nicht unbedingt erwarteten Berner Derby zwischen Biel (9.) und den SCL Tigers (11.). Die Seeländer steigen auf dem Papier als Favoriten in das Duell mit den Emmentalern, gewannen sie doch alle vier bisherigen Direktbegegnungen dieser Saison und schlossen die Qualifikation vor den Langnauern ab. Dass Playout-Serien jedoch unberechenbar sind, erfuhren die Bieler in der 1. Runde gegen den vermeintlich klaren Aussenseiter Ambri-Piotta (2:4 Siege). Der Verlierer dieser Begegnung muss danach in der Ligaqualifikation gegen den Sieger des NLB-Finals antreten, in dem sich ab Freitag Qualifikationssieger Visp und Lausanne (3.) gegenüberstehen.

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