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Wie riskant ist Saubers Motorenpoker?

Die Hinwiler starten in der kommenden Saison mit 2016er-Ferrari-Aggregaten. Das könnte sich rächen.

«Ich sehe keinen Grund, warum das nicht funktionieren sollte»: Sauber-Teamchefin Kaltenborn gibt sich gelassen.
«Ich sehe keinen Grund, warum das nicht funktionieren sollte»: Sauber-Teamchefin Kaltenborn gibt sich gelassen.
Keystone

Dass das Sauber-Team am Sonntag in Japan auch im 17. von 21 WM-Läufen ohne Punkte blieb, war beileibe keine Überraschung mehr. Der Fokus der Hinwiler richtet sich längst auf die neue Saison. Doch dann könnte es trotz verbesserter Finanzlage sogar noch schwieriger werden, hat Teamchefin Monisha Kaltenborn doch beschlossen, die beiden Autos im kommenden Jahr mit 2016er-Ferrari-Motoren starten zu lassen.

«Wir haben diese Entscheidung schon vor einiger Zeit getroffen, als die Regeln für nächstes Jahr noch nicht hundertprozentig klar waren», sagte Kaltenborn. Es sei ein strategischer Entscheid gewesen, Sauber habe sich ganz auf die Chassisentwicklung konzentrieren wollen. Zudem sei nicht zu erwarten, dass die Hybridmotoren im vierten Jahr seit ihrer Einführung noch einen grossen Entwicklungs- und Leistungssprung machen würden.

Anders als in diesem Jahr fällt 2017 aber die sogenannte Token-Beschränkung in der Formel 1 weg. Die Teams haben also freie Hand bei der Weiterentwicklung ihrer Motoren. Früher mussten sie für eine Modifikation jeweils jene Token einsetzen. Gefährlich für Sauber? Immerhin hat Toro Rosso schon in dieser Saison mit dem Vorjahresmotor von Ferrari zu kämpfen – und Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz wünscht dem Schweizer Rennstall mit dem 2016er-Motor für 2017 spöttisch viel Glück.

Kaltenborn gibt sich gegenüber dem Fachmagazin «Autosport» gelassen: «Wir kennen die Hintergründe bei Toro Rosso nicht. Wir schauen nur auf unsere Situation. Wir haben für nächstes Jahr einen Entwicklungsplan, der die Updates umfasst, mit denen wir die Position erreichen wollen, die wir uns vornehmen. Ich sehe keinen Grund, warum das nicht funktionieren sollte.»

Sauber dürfte mit jener Ausbaustufe fahren, die bei Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen seit Monza im Heck stecke, berichtet das Portal Motorsport-total.com. Der neue Sauber C36 soll bis zum Testauftakt am 27. Februar fertig sein.

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