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Sehen Formel-1-Boliden bald so aus?

Der Tod von IndyCar-Star Dan Wheldon hat die Diskussionen um überdachte Cockpits in Open-Wheel-Serien neu entfacht. Siegt die Sicherheit über die Tradition?

Bis jetzt erst Theorie: Der Red Bull X1.
Bis jetzt erst Theorie: Der Red Bull X1.
Keystone

Ein Formel-1- oder IndyCar-Rennauto hat vier offene Räder und ein offenes Cockpit. Dieser Grundsatz schien lange in Stein gemeisselt. Da Felipe Massa 2009 von einer Metallfeder im Gesicht getroffen wurde, ein durch die Luft fliegendes Rad dem Formel-2-Piloten Henry Surtees im gleichen Jahr das Genick brach und am Sonntag der IndyCar-Pilot Dan Wheldon bei seinem Unfall in Las Vegas tödliche Kopfverletzungen erlitt, scheinen Schutzhauben im Stile von Kampfjet-Cockpits aber inzwischen eine ernstzunehmende Option zu sein.

Eine Projektgruppe des Automobil-Weltverbands FIA befasst sich seit längerer Zeit mit der Frage, wie man die Köpfe der Piloten besser schützen kann. «Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst», sagte der frühere Williams-Cheftechniker Sam Michaels, der ab der kommenden Saison für den McLaren-Rennstall tätig sein wird.

Der virtuelle Prototyp des Red-Bull-Superhirns

Adrian Newey, das Technikgenie des Weltmeister-Teams Red Bull, hat für das Computerspiel «Gran Turismo 5» einen virtuellen Prototyp erschaffen, der dem überdachten Formel-1-Auto der Zukunft sehr nahe kommen könnte. Der Red Bull X1 besitzt nicht nur eine Schutzhaube über dem Cockpit, sondern auch Abdeckungen für die Räder. Dies könnte verhindern, dass die Reifen wie bei Henry Surtees' Tod ungebremst durch die Luft fliegen.

Was gegen ein geschlossenes Cockpit spricht, ist zum einen die Tradition der Open-Wheel-Serien – viele Fans würden die Revolution als Frevel gegen den Charakter des Rennsports empfinden – und zum anderen die Sorge, es könnte schwieriger werden, die Piloten nach herkömmlichen Unfällen aus den Autos zu befreien.

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