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«Schumacher hat mit Sauber und Ferrari geredet»

Niki Lauda, der neue starke Mann beim Mercedes-Rennstall, wehrt sich gegen den Vorwurf, die Silberpfeile hätten Rekordweltmeister Michael Schumacher stillos fallen gelassen.

«Michael war klar, dass wir als Team weiterdenken müssen»: Rekordweltmeister Schumacher zögerte seinen Entscheid zu lange heraus.
«Michael war klar, dass wir als Team weiterdenken müssen»: Rekordweltmeister Schumacher zögerte seinen Entscheid zu lange heraus.
Keystone

Gemäss dem dreifachen Weltmeister Niki Lauda trägt Michael Schumacher und nicht Mercedes die Hauptschuld am Ende der vermeintlichen Formel-1-Traumehe. Schumacher, der nach dem Engagement von Lewis Hamilton für die kommende Saison sein Cockpit bei den Silberpfeilen räumen muss, sei nicht gezwungen worden, den Entscheid über eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags herauszuzögern. «Michael hat gesagt, dass er bis Oktober Bedenkzeit will: Will ich noch fahren oder will ich nicht mehr fahren? Und er hat auch bei seiner Pressekonferenz klar gesagt, dass er schon drei Monate vor und zurück überlegt hat», erklärte Lauda gegenüber dem TV-Sender RTL.

Dem Mercedes-Team sei daher gar keine andere Möglichkeit geblieben, als den Markt zu sondieren und sich mit Hamilton abzusichern. «Michael war klar, dass wir als Team weiterdenken müssen und uns eine Gelegenheit, die sich uns nicht jedes Jahr bietet, sicherlich ergreifen müssen, wenn er noch denkt und es sich überlegen muss», pflichtete ihm Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bei.

Nachdem das Aus bei Mercedes feststand, habe Schumacher aber noch nicht sofort beschlossen, zurückzutreten. «Michael hat eine Woche später noch – zumindest wurde mir das so gesagt – mit Sauber geredet und mit Ferrari telefoniert», sagte Lauda. Erst am Dienstag der vergangenen Woche sei dann der Entscheid gefallen, der Formel 1 zum zweiten Mal den Rücken zu kehren. «Im Endeffekt war es so, dass ihm eine Entscheidung abgenommen wurde, die er in sich wahrscheinlich schon gespürt hat, sich aber selbst vielleicht nicht eingestehen wollte», ergänzte Schumachers Managerin Sabine Kehm.

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