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Sauber-Bestzeit macht Vettel neugierig

Nach der misslungenen Saison 2010 dürfen die Fans des Schweizer Sauber-Teams wieder optimistisch in die Zukunft blicken. Sowohl das Auto als auch der mexikanische Rookie Sergio Perez scheinen deutlich schneller als erwartet.

Die Nummer 1 am Donnerstag: Sergio Perez im Sauber C30.
Die Nummer 1 am Donnerstag: Sergio Perez im Sauber C30.
Keystone

Testzeiten sind in der Formel 1 mit grosser Vorsicht zu geniessen. Da die Teams ein grosses Geheimnis darum machen, mit wie viel Benzin und Gewicht sie unterwegs sind, ist die Interpretation der Zeittabellen immer auch ein wenig Kaffeesatzlesen. Die Bestzeit des neuen Sauber-Piloten Sergio Perez am dritten der fünf Testtage in Barcelona ist dennoch ein positives Signal. Schneller als in den 1:21,761 Minuten, die sich Perez notieren liess, umrundete in dieser Woche keiner den Circuit de Catalunya.

Selbst Weltmeister Sebastian Vettel, der im Red Bull Platz 2 belegte, war beeindruckt. «Auch wenn er mit Super-Soft-Reifen unterwegs war, kann sich die Rundenzeit sehen lassen», bemerkte der Deutsche gegenüber «auto motor und sport». Kurz vor der Mittagspause erkundigte sich Vettel dann noch einmal nach Perez. Ein schöneres Kompliment kann es für einen Rookie kaum geben. Adrian Sutil, der für den direkten Mittelfeld-Konkurrenten Force India fährt, erklärte staunend, eine Rundenzeit wie jene von Perez sei für ihn und seinen Rennstall unerreichbar.

«Ich werde mit jedem Tag besser»

Natürlich ist anzunehmen, dass die Topteams mit deutlich mehr Gewicht als Sauber unterwegs waren, eine blosse Täuschung, um Sponsoren anzulocken, ist die Fabelzeit der Hinwiler aber kaum. Schliesslich versuchte Perez nach seiner Fahrt, die Erwartungen zu dämpfen. «Es ist nicht realistisch, dass wir zum Saisonstart in Melbourne ganz vorne sein werden, das Auto und ich haben aber noch Steigerungspotenzial. Ich werde mit jedem Tag besser. Jedes Mal, wenn ich ins Auto steige, verstehe ich es besser. Ich hoffe, das geht so weiter», so der GP2-Vizemeister.

Perez fuhr seine Bestzeit bereits am Donnerstagvormittag während einer fliegenden Runde bei der Qualifyingsimulation heraus, musste am Nachmittag die Rennsimulation wegen technischer Probleme aber früh abbrechen. Umso grösser ist seine Vorfreude auf das Grand-Prix-Debüt am 27. März in Australien: «Ich liebe das Rennfahren, deshalb wird mir beim Testen immer ein wenig langweilig. Ich fühle mich bereit und kann den Start in Melbourne kaum erwarten.»

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