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Sauber und das Paket der Hoffnung

Das jüngste Aerodynamik-Update soll das Sauber-Team in Barcelona näher ans Podest bringen. Redaktion Tamedia sagt, was alles neu ist.

Eine Runde auf dem Circuit de Catalunya aus dem Helikopter betrachtet.

Die beiden Sauber-Piloten Kamui Kobayashi und Sergio Pérez sind hoffnungsvoll nach Montmélo bei Barcelona gereist, wo am Sonntag der fünfte Grand Prix der Formel-1-Saison stattfindet. Der Schweizer Rennstall geht mit einem ganzen Paket aerodynamischer Neuerungen an den Start. Betroffen sind Frontflügel, Leitbleche, Unterboden, Auspuff und Motorabdeckung. «Beim Test in Mugello hatte ich ganz klar das Gefühl, dass unser neues Entwicklungspaket einen Schritt nach vorn bedeutet», sagte Kobayashi, die letzte Gewissheit werde aber erst der Renneinsatz bringen.

In Mugello waren bei Sauber bereits 90 Prozent der für Barcelona geplanten Innovationen installiert, daher sei die Tagesbestzeit von Kobayashi auch kein Werbegag gewesen, versichert Sauber-Technikchef Matt Morris: «Die neuen Teile haben das gebracht, was uns der Windkanal versprochen hat. Das war keine Runde mit wenig Sprit.»

Giampaolo Dall'Ara, Saubers Leitender Ingenieur an der Strecke, gibt sich ebenfalls vorsichtig optimistisch: «In Mugello haben wir ein umfangreiches Entwicklungspaket getestet, bestehend aus dem neuen Frontflügel und einer neuen Heckverkleidung, die unter anderem einen modifizierten Austritt der Auspuffgase sowie einen neuen Diffusor beinhaltet. Die Testresultate waren ermutigend, aber natürlich haben alle Teams Verbesserungen eingeführt», gab er zu Protokoll.

Pérez' gute Erinnerungen an Barcelona

Diffusor, Motorabdeckung und Flügel sorgen im Verbund dafür, dass der Bolide über einen guten Anpressdruck verfügt, das verbessert das Fahrverhalten in den Kurven. Beim neuen Sauber-Frontflügel fällt die vergrösserte Lücke zwischen dem Hauptblatt und dem sogenannten Flap, dem benachbarten aerodynamischen Element, auf. Dies wurde nötig, weil sich beim Rennen in China dort Reifenschnipsel festsetzten und die Performance negativ beeinflussten.

Für Sergio Pérez ist Barcelona ein ganz besonderes Rennen. «Ich habe dort im vergangenen Jahr als Neunter meine allerersten Formel-1-Punkte geholt. Ich hoffe, dass ich jetzt auch wieder in die Punkteränge fahren kann. Für uns war das zurückliegende Rennen in Bahrain sehr enttäuschend, und ich hoffe ganz stark, dass unser neues Aerodynamik-Paket in Barcelona gut funktioniert», erklärte der Mexikaner, der Sauber in Malaysia als Zweiter den bislang einzigen Platz auf dem Treppchen in der laufenden Saison bescherte.

Der grosse Reifenpoker steht an

Interessant macht den kommenden Grand Prix auf dem Circuit de Catalunya auch der zu erwartende Reifenpoker. «Pirelli wird die weiche und die harte Reifenmischung zur Verfügung stellen. Es ist in diesem Jahr das erste Mal, dass zwischen den zwei Mischungen zwei Stufen liegen», führt Sauber-Ingenieur Dall'Ara aus. «Die weiche Mischung wird wohl die schnellere fürs Qualifying sein, während die harte Mischung im Rennen gut sein sollte. Der limitierende Faktor wird der Abrieb der Vorderreifen sein. Gleichzeitig belastet der Kurs jedoch die Hinterreifen stark, deshalb wird es entscheidend sein, den richtigen Kompromiss bei der Abstimmung des Autos zu finden.»

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