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Pole für Vettel – Sauber weit zurück

Sebastian Vettel hat auch das Qualifying zum ersten GP von Indien dominiert und steht nun auf einer Stufe mit Juan Manuel Fangio. Sébastien Buemi glänzte als Neunter, Sauber enttäuschte

Auf Augenhöhe mit dem legendären Juan Manuel Fangio: Sebastian Vettel.
Auf Augenhöhe mit dem legendären Juan Manuel Fangio: Sebastian Vettel.
Keystone

Unterschiedlicher hätte die Gemütslage bei den Schweizer Vertretern im Paddock des Buddh International Circuit nicht sein können. Hier Buemi, der sich über seine dritte Teilnahme am Finale der besten zehn in diesem Jahr freuen durfte, dort die Leute von Sauber, bei denen nach den Startplätzen 16 für Kamui Kobayashi und 20 für Sergio Perez ausnahmslos lange Gesichter auszumachen waren.

Buemi wie letztmals in China

Auch Buemi, der seit April und Startplatz 9 in China auf eine derart gute Ausgangslage warten musste, und sein Teamkollege Jaime Alguersuari, der am Sonntag von Platz 10 startenwird, haben ihren Teil zum grossen Frust in der Zürcher Equipe beigetragen. Toro Rosso, der Arbeitgeber des Waadtländers und des Spaniers, ist zusammen mit Force India und Sauber in den Kampf um Rang 6 in der Konstrukteuren-Wertung involviert. Dabei geht es nicht ums Prestige, sondern primär um sehr viel Geld - pro Platz in dieser Rangliste soll die Differenz in etwa fünf Millionen Franken betragen. Das sechstklassierte Force-India-Team hat neun Punkte mehr auf dem Konto als der Sauber-Rennstall, der wiederum nur noch drei Punkte vor Toro Rosso liegt.

Ärgern musste sich Sauber schon am Freitag nach dem Entscheid der Stewards, Sergio Perez wie Lewis Hamilton in der Startkolonne fürs Rennen um drei Plätze zurückversetzen. Die zwei hatten im ersten freien Training die Aufforderung der Rennkommissäre missachtet, die Geschwindigkeit zu drosseln. Die Order war herausgegeben worden, um den Williams mit Pastor Maldonado am Steuer nach einem Motorschaden bergen zu können.

Problem Reifentemperatur

Kobayashi war in der Qualifikation nicht über den 17. Rang hinaus gekommen, rückte ironischerweise aber wegen der Sanktion gegen Perez um einen Startplatz nach vorne. Der Mexikaner war nach dem Qualifying im Klassement als Siebzehnter geführt worden. Das deutlich unter den Erwartungen gebliebene Abschneiden begründeten die beiden Fahrer damit, die Reifen nicht innert nützlicher Frist auf Betriebstemperatur gebracht zu haben. Kobayashi merkte zudem an, bei seinem letzten Versuch von dem aus der Boxengasse wieder eintretenden Felipe Massa behindert worden zu sein.

Vettel wird das Teilnehmerfeld beim Start zum 28. Mal anführen. Er liegt damit schon auf gleicher Höhe mit dem legendären, im Juli 1995 verstorbenen Argentinier Juan Manuel Fangio, dem fünffachen Weltmeister der Fünfzigerjahre. In dieser Saison hat sich Vettel seine 13. Pole gesichert und sich die Möglichkeit aufrechterhalten, an den verbleibenden zwei Renn-Wochenenden die Bestmarke von Nigel Mansell zumindest zu egalisieren. Der Engländer hatte 1992 in 14 Rennen ganz vorne in der Startaufstellung gestanden.

Vettel für Webber?

Zweitschnellster war Hamilton. Nach der Sanktion bleibt dem Weltmeister von 2008 für die Premiere in Indien aber nur Startposition 5. Wegen Hamiltons Rückversetzung komplettiert Vettels Stallgefährte Mark Webber die erste Reihe . Es wird interessant sein, wie sich Fahrer und Teamleitung von Red Bull verhalten werden. Als letztes Ziel in einer abermals grandios verlaufenen Saison hat Red Bull Rang 2 für Webber in der Gesamtwertung herausgegeben. Der Australier liegt mit 13 Punkten Rückstand auf den Zweiten, Jenson Button, auf Platz 4. Der Engländer gehörte zu jenen, die ihren letzten Versuch abbrechen mussten. Massa war nach einem Aufhängungsbruch am Ferrari von der Strecke abgekommen und hatte so unfreiwillig dafür gesorgt, dass die nachfolgenden Fahrer aus Sicherheitsgründen ihre Geschwindigkeit zu drosseln hatten.

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