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Mercedes und Co. drohen wegen Motorenstreit mit Klage

In der Formel 1 ist kurz vor dem Saisonauftakt ein schwerer Konflikt ausgebrochen. Im Mittelpunkt stehen Ferrari und eine mögliche Schummelei.

Befindet sich unter dieser Haube etwas Illegales? In der Formel 1 brodelt es. Bild: Getty
Befindet sich unter dieser Haube etwas Illegales? In der Formel 1 brodelt es. Bild: Getty

Kurz vor dem Saisonstart tobt in der Formel 1 ein Streit. Sieben Teams, darunter Branchenführer und Serienweltmeister Mercedes, haben in einem gemeinsamen Schreiben den Automobil-Weltverband FIA aufs Schärfste angegriffen.

Grund dafür ist eine Untersuchung der umstrittenen Antriebseinheit von Ferrari. Die FIA hatte sich zum Abschluss der Untersuchungen mit der Scuderia geeinigt, dass sämtliche Inhalte unter den beiden Parteien bleiben sollten. Mehrfach waren Ferrari in der vergangenen Saison Schummeleien beim Motor vorgeworfen worden.

«Wir, die unterzeichnenden Teams, waren überrascht und geschockt», heisst es in dem gemeinsamen Statement von Mercedes, McLaren, Red Bull, Alpha Tauri, Renault, Racing Point und Williams am Mittwoch. Sie beziehen sich dabei auf die Mitteilung der FIA vom 28. Februar. In knappen sechs Zeilen hatte die Regelbehörde damals unter anderem das beiderseitige Stillschweigen mitgeteilt und dass man sich mit Ferrari auf einige technische Verpflichtungen verständigt habe, um das Überwachen der Antriebseinheit zu verbessern.

Motor plötzlich viel schneller

Zwischen den Zeilen lasen nicht wenige heraus, dass bei der Scuderia im vergangenen Jahr nicht alles mit rechten Dingen bei der sogenannten Power Unit zugegangen sein muss. Nach jahrelanger Überlegenheit des Mercedes-Motors war Ferraris Antrieb im vergangenen Jahr auf den Geraden auf einmal bis zu einer halben Sekunde schneller gewesen.

Die sieben Teams, denen sich nur Ferraris Partner-Teams Haas und der Schweizer Rennstall Alfa Romeo nicht anschlossen, behalten sich in der Angelegenheit im Rahmen des dafür vorgesehenen Prozederes der FIA auch rechtliche Schritte vor und drohen damit mit einer Klage.

Rund anderthalb Wochen vor dem Auftakt am 15. März in Melbourne in eine Saison, die durch den Coronavirus ohnehin schwer beeinträchtigt werden könnte, dürfte dieser Streit auch nicht schnell beigelegt sein. Bei einer Veröffentlichung der Ergebnisse könnte die Front gegen Ferrari noch massiver werden. Und die FIA könnte sich selbst belasten, sollte sie Regelverstösse womöglich nicht entsprechend geahndet haben.

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