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Gewinner und Verlierer des Formel-1-Auftakts

Wenn ein Fahrer ohne Formel-1-Erfahrung gleich ein Cockpit bei einem Topteam bekommt, muss er entweder Unmengen von Sponsorengeldern mitbringen oder aber enorm viel Talent. Kevin Magnussen, von McLaren im vergangenen Jahr als «neuer Lewis Hamilton» angekündigt, gehört ganz klar zur zweiten Kategorie. Nach Rang 4 im Qualifying kam er in Melbourne bei seiner GP-Premiere als Dritter ins Ziel und schaffte damit als erster Rookie seit Hamilton bei erster Gelegenheit den Sprung aufs Treppchen. Am Ende stand für den 21-Jährigen, der zuvor in der kaum beachteten Formel Renault 3.5 fuhr, sogar Platz 2 zu Buche, da der ursprünglich zweitplatzierte Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo disqualifiziert wurde. Auf der Hitliste der Wettanbieter ist Magnussen schon die Nummer 5. Nur Hamilton, Nico Rosberg, Sebastian Vettel und Fernando Alonso haben für die Buchmacher bessere Chancen auf den WM-Titel.
Nico Rosberg trägt seit seinem Formel-1-Einstieg im Jahr 2006 das Attribut «Weltmeistersohn» mit sich herum. Mit dem überlegenen Sieg in Australien hat sich der Deutsche, dessen Vater Keke 1982 in einem Williams die Formel-1-WM gewann, zum Weltmeisterkandidaten gemausert. «Ich weiss jetzt, dass ich ein Auto habe, das so gut ist, dass ich in der näheren Zukunft in jedem Rennen um den Sieg mitkämpfen kann», sagt der 28-Jährige, dem eine Ähnlichkeit mit dem US-Popstar Britney Spears nachgesagt wird. Und: Rosberg besitzt offenbar auch das Talent und die Reife, um aus seinem hervorragenden Auto Kapital zu schlagen – so wie in den letzten vier Saisons sein Landsmann Sebastian Vettel bei Red Bull.
Im vergangenen Jahr feierte Kimi Räikkönen in Melbourne im Lotus einen grandiosen Sieg. Bei der Rückkehr an die Stätte seines Triumphs fiel der Finne aber nur mit groben Verbremsern auf. Gegen seinen zehn Jahre jüngeren Landsmann Valtteri Bottas zog der 34-Jährige gleich zweimal den Kürzeren – eine Demütigung, auch wenn man Räikkönen zubilligt, dass seine Verbremser ihren Ursprung in der ungenügenden Abstimmung seines Ferrari-Boliden haben. Ferrari brauche noch ein paar Rennen, um zu den Allerbesten zu gehören, sagte Räikkönen, der dank der Ricciardo-Disqualifikation noch Siebter wurde, denn auch. Für das Team mit der teuersten Fahrerpaarung – neben Räikkönen muss Ferrari auch Fernando Alonso bezahlen – ist dies ernüchternd, sollte es doch 2014 endlich wieder mit dem Titel klappen.
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