Zum Hauptinhalt springen

Ohrfeige für Ecclestone

Die Teams haben entschieden: Die Formel 1 soll zurück zum alten Modus der Qualifikation. Eine Niederlage für den grossen Zampano.

fal
Rückzieher: Bernie Ecclestones Plan mit dem neuen Qualifying-System ist nicht aufgegangen. (Archiv)
Rückzieher: Bernie Ecclestones Plan mit dem neuen Qualifying-System ist nicht aufgegangen. (Archiv)
Keystone

Die elf Formel-1-Teams haben sich mit ihrer gemeinsamen Forderung nach einer Rückkehr zu dem bewährten Qualifying-Modus der Saison 2015 gegen die FIA und Vermarktungsboss Bernie Ecclestone ganz offensichtlich durchgesetzt. Wie «Sky Sports F1» berichtet, ist das das Ergebnis einer Telefonkonferenz aller Parteien, die am Donnerstag stattfand. Dem kumulierten Qualifying wurde dabei erwartungsgemäss eine Absage erteilt. Beim anstehenden Grand Prix von China in Shangahi vom 17. April sollte das Qualifying wie im letzten Jahr durchgeführt werden.

Die Änderung kommt nicht wirklich überraschend, schliesslich hatten sich die Teams der Königsklasse darauf am Rande des GP von Australien schon geeinigt. FIA-Präsident Jean Todt und Ecclestone wollten aber unbedingt ein verändertes System und setzten erst eine zweite Chance für das überarbeitete Format durch, um anschliessend ein neues Konzept zu entwickeln, gegen das nun die Mannschaften am Donnerstag mit einem Brief rebellierten. Es ist eine Ohrfeige für die erfolgsverwöhnten Ecclestone und Todt.

Gegenüber «Autosport» äusserte sich Ecclestone «sehr enttäuscht» über den Entscheid. Der 85-jährige Brite sieht sich in seinen Bemühungen, die Formel 1 generell wieder attraktiver und interessanter zu gestalten, von den Teams torpediert.

Noch nicht definitiv

Das Format, bei dem in jedem der drei Qualifikationsabschnitte nach 90 Sekunden der langsamste Fahrer ausscheidet, wurde weder von Fahrer, Teams und Fans befürwortet. Sie dürften jubeln, wenn es endgültig Vergangenheit ist. Eine offizielle Bestätigung der FIA mit der Rückkehr zur alten Formel steht allerdings noch aus. Denn bis in einer Woche müssen noch Strategiegruppe, Formel-1-Kommission und der FIA-Weltrat ihre Zustimmung geben.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch