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«Habe eines meiner verbleibenden Leben aufgebraucht»

Zum Saisonauftakt sorgte Fernando Alonso für den grossen Schreckmoment. Wie durch ein Wunder blieb er unverletzt – und dankte anschliessend seinem Team.

So übel wurde Fernando Alonsos McLaren zugerichtet. Der Spanier hatte grosses Glück und blieb wie durch ein Wunder unverletzt...
So übel wurde Fernando Alonsos McLaren zugerichtet. Der Spanier hatte grosses Glück und blieb wie durch ein Wunder unverletzt...
Keystone
... was bei diesen Bildern kaum zu fassen ist.
... was bei diesen Bildern kaum zu fassen ist.
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Ein Mitarbeiter sammelt die Überreste von Alonsos McLaren auf.
Ein Mitarbeiter sammelt die Überreste von Alonsos McLaren auf.
Keystone
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Der neueste Doppelerfolg von Mercedes, der fünfte in Folge, war kein Selbstläufer. Rosberg und vor allem der aus der Pole-Position gestartete Hamilton büssten schon auf den ersten Metern ihre komfortable Ausgangslage ein. Rosberg rutschte um einen Platz zurück und kehrte als Dritter von der ersten Runde zurück, Hamilton fand sich nach einem völlig verpatzten Auftakt auf Position 6 wieder.

An der Spitze zog derweil Sebastian Vettel, gefolgt von seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen, im Ferrari seine Kreise. Rosberg vermochte nach den ersten Zwischenstopps den Abstand unter drei Sekunden zuhalten, doch auf Hamilton hatte Vettel schon fast 40 Sekunden Vorsprung aufgewiesen, als ein schwerer, glücklicherweise glimpflich abgelaufener Unfall den zwischenzeitlichen Rennabbruch bewirkte.

Schreckmoment von Alonso

Fernando Alonso im McLaren touchierte beim Versuch, Esteban Gutierrez zu überholen, das Heck des Haas-Autos, schlug seitlich in der Leitplanke ein und überschlug sich danach mehrmals. Vom silbernen Auto blieb nur ein schwer als Formel-1-Wagen definierbares Wrack übrig. Der Spanier aber blieb wie Gutierrez unverletzt. Die 20 Minuten bis zum Neustart wurde zur Bergung der beiden beschädigten Autos und zur Säuberung der mit vielen kleinen Schrottteilen übersäten Strecke benötigt.

Schreckmoment: Alonsos brutaler Crash. Video: Youtube

Zur Sicherheit wurde Alonso medizinisch untersucht. Als er das Gebäude verliess, sagte er gegenüber «Marca»: «Es geht mir gut, wirklich.» Danach liess er sich von McLaren-Sportdirektor Eric Boullier umarmen. Auf Instagram schrieb er anschliessend: «Heute habe ich eines meiner verbleibenden Leben aufgebraucht.» Weiter dankte er seinem Team und der FIA, «für die Sicherheit der heutigen Cockpits.» Die Schuld des Unfalls nahm Alonso auf sich: «Ich habe zu spät gebremst. Bei 315 Km/h passieren solche Sachen und da riskiert man sein Leben, aber das wichtigste ist jetzt, dass wir alle gesund sind.»

Vettel macht einen Boxenstopp mehr

Bei Wiederaufnahme des Rennens waren die Abstände zwischen den einzelnen Fahrern selbstredend zusammengeschrumpft. Die Kehrtwende zu ihren Gunsten führten die beiden Mercedes-Fahrer schliesslich dank einer Änderung der Renntaktik herbei. Sie liessen es bei zwei Zwischenstopps bewenden und ihre Autos dafür sehr früh mit Reifen der härtesten zur Verfügung stehenden Mischung ausrüsten. Vettel dagegen hielt dreimal inne und rutschte auf Platz drei zurück.

Team sauber schwach

Das Team Sauber ging leer aus. Felipe Nasr beendete das Rennen nach einer diskreten Vorstellung und ohne Chance auf ein zählbares Ergebnis auf Platz 15. Marcus Ericsson schied nach zwei Dritteln der Distanz mit Antriebsproblemen aus. Der für Frankreich fahrende Genfer Romain Grosjean wurde Sechster und bescherte dem Team Haas einen grandiosen Einstand in der Formel 1.

Das Schlussklassement

Die Piloten kamen wie folgt über die Ziellinie:

1. Nico Rosberg (GER), Mercedes. 2. Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 8,060 zurück. 3. Sebastian Vettel (GER), Ferrari, 9,643. 4. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull-Renault, 24,330. 5. Felipe Massa (BRA), Williams-Mercedes, 58,979. 6. Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari, 72,081. 7. Nico Hülkenberg (GER), Force India-Mercedes, 74,199. 8. Valtteri Bottas (FIN), Williams-Mercedes, 75,153. 9. Carlos Sainz (ESP), Toro Rosso-Ferrari, 75,680. 10. Max Verstappen (NED), Toro Rosso-Ferrari, 76,833.

Ferner, eine Runde zurück: 15. Felipe Nasr (BRA), Sauber-Ferrari.

Ausgeschieden u.a.: Marcus Ericsson (SWE), Sauber-Ferrari; Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari; Fernando Alonso (ESP), McLaren-Honda.

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