«Wir suchen für 2019 ein Moto2-Spitzenteam»

Tom Lüthi erlebte in Brünn ein unschönes MotoGP-Jubiläum. Er kam zwar den Top 15 näher als auch schon, doch letztlich blieb er als 16. zum zehnten Mal in Serie ohne WM-Punkte.

Bild: Tom Lüthi. Der Schweizer wird in der kommenden Saison wieder in der Moto2 starten. Bild: Getty Images

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Bereits kurz nach dem Start tauchte Lüthi auf dem Circuit in Tschechien, auf welchem er vor Jahresfrist das Moto2-Rennen gewonnen hatte, an 16. Stelle auf. Doch der 31-jährige Emmentaler konnte die Pace der vor ihm liegenden Fahrer nicht ganz mitgehen. «Ich pushte stark und kam fast an Aleix Espargaro heran. Doch dann erschien auf meinem Display eine Warnung, dass der Vorderrad-Druck zu hoch sei», bedauerte Lüthi, der danach schonender fuhr. Das hatte aber auch zur Folge, dass der Spanier Espargaro wieder ein bisschen wegzog und sich mit 4,5 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer den 15. Platz und damit auch den letzten WM-Punkt schnappte.

Für Lüthi geht es in den verbleibenden neun Saisonrennen einzig noch darum zu beweisen, dass er auch in der Königsklasse fähig wäre, in die Punkteränge zu fahren. «Noch so gerne bliebe ich auch 2019 in der MotoGP, um die Chance zu erhalten, besser zu werden. Doch diese Zeit, die es einfach braucht mit diesem Motorrad, werde ich nicht erhalten», weiss auch der Emmentaler.

Sicher nicht mehr bei Marc VDS

Während des Rennwochenendes in Tschechien bestätigte sein Manager Daniel Epp zudem, dass Lüthi 2019 sicher nicht mehr bei Marc VDS unter Vertrag stehen wird; weder in der MotoGP-, noch in der Moto2-Klasse. Doch in eben dieser mittleren Kategorie wird Lüthi ab kommendem Jahr wieder antreten. Epp führte an diesem Wochenende in Tschechien enorm viele Gespräche mit ausgewählten «Moto2-Topteams» (Lüthi).

«Ich will nächstes Jahr in der Moto2 die Perspektive haben, wieder um Spitzenplätze fahren zu können», so Lüthi. Den genauen Verhandlungsstand kenne er nicht, «denn ich wollte den Kopf fürs Rennen freihaben. Doch es ist klar, dass wir uns sehr bald entscheiden müssen und werden.» (sal/sda)

Erstellt: 05.08.2018, 17:50 Uhr

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