Leclerc soll Räikkönens Nachfolger bei Ferrari sein

Der 20-Jährige soll mit dem Ende Juli verstorbenen ehemaligen Ferrari-Präsidenten Sergio Marchionne einen Vertrag abgeschlossen haben.

Es wäre ein rasanter Aufstieg für den Ausnahmefahrer nach nur einem Jahr in der Königsklasse des Automobilsports. Foto: Getty

Es wäre ein rasanter Aufstieg für den Ausnahmefahrer nach nur einem Jahr in der Königsklasse des Automobilsports. Foto: Getty

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Für einmal drehte Charles Leclerc fernab des Scheinwerferlichts seine Runden. Das Grosstalent am Steuer des Sauber C37, das in dieser Saison schon so oft Glanzrennen zeigte, hatte auf der Hoch­geschwindigkeitsstrecke von Monza keine Aussicht auf seinen sechsten Top-10-Platz in der Formel 1. Als Zwölfter reist er wie Teamkollege Marcus Ericsson (16.) ohne Punkte aus Norditalien ab.

Zu reden gab der junge Monegasse dennoch. Der Grund: ein Vertrag, den der 20-Jährige mit dem Ende Juli in Zürich verstorbenen ehemaligen Ferrari-Präsidenten Sergio Marchionne abgeschlossen haben soll. Darin werde Leclerc ein Cockpit in der grossen Scuderia für 2019 versprochen, schreibt das Magazin «Auto, Motor und Sport».

Der Chef will Räikkönen

Es wäre ein rasanter Aufstieg für den Ausnahmefahrer nach nur einem Jahr in der Königsklasse des Automobilsports. Und es würde bedeuten, dass Altmeister Kimi Räikkönen einmal mehr aus Maranello gejagt würde. Bereits Ende 2009 hatte er seinen Platz räumen müssen, damals für Fernando Alonso, der von Renault zu den Italienern kam.

Räikkönen sagt: «Man kann alles erwarten. Das habe ich im Verlauf der letzten Jahre gelernt.» Es dürfte ihm auch nichts nützen, dass sie bei Ferrari offenbar gewillt sind, den 38-Jährigen weiterzubeschäftigen; dass sich allen voran Teamchef Maurizio Arrivabene starkmacht für Publikumsliebling Räikkönen, der in dieser Saison konstant auf hohem Niveau fährt und gestern beinahe für einen Heimsieg gesorgt hätte.

Pocht Leclerc auf seinen Vertrag, dürfte das das Ende für den Finnen bei Ferrari bedeuten.

Pocht Leclerc auf seinen Vertrag, dürfte das das Ende für den Finnen nach insgesamt acht Jahren bei Ferrari bedeuten. Gegen ihn spricht zudem, dass Leclercs Manager Nicolas Todt ist, Sohn von Jean Todt, Präsident des Welt-Automobilverbands FIA. Diesen dürften die Italiener kaum erzürnen wollen, indem sie den Vertrag künden. Wird Leclerc tatsächlich zu Ferrari transferiert, hätte Sauber neben dem wohl gesetzten Ericsson einen Platz frei. Erster Kandidat für das zweite Cockpit ist Antonio Giovinazzi, Nachwuchsfahrer von Ferrari wie Leclerc.

Doch jetzt taucht auf der möglichen Fahrerliste des Schweizer Rennstalls plötzlich auch ein Name auf, der in Hinwil viele Erinnerungen weckt: Kimi Räikkönen. 2001, als dieser 21 war, gab ihm Patron Peter Sauber die Chance, in der Formel 1 einzusteigen – trotz anfänglichen Widerstands der FIA und obwohl der Nordländer zuvor erst in der Formel Renault gefahren war. Es wäre eine Rückkehr der ganz speziellen Art. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 03.09.2018, 07:00 Uhr

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