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Lüthi erst geschockt, dann «sehr glücklich»

Tom Lüthi gehört in Sepang lange Zeit nicht zu den Schnellsten. Am Ende sichert sich der Berner die fünfte Startposition.

Will Tom Lüthi Weltmeister werden, muss er morgen schneller fahren.
Will Tom Lüthi Weltmeister werden, muss er morgen schneller fahren.
Keystone

22 Punkte liegt Tom Lüthi zwei Rennen vor Saisonende hinter Johann Zarco zurück. Er muss also punkten, und zwar mehr als der Franzose. Doch seine Ambitionen bekamen im verregneten Qualifying von Sepang einen Dämpfer.

Eine Viertelstunde vor Ende des Qualifyings lag Zarco an der Spitze des Klassements, während Lüthi und der Spanier Alex Rins nicht in den Top 15 aufschienen. Doch in der Folge - und nach einem weiteren Boxenstopp - begann Lüthi aufzudrehen. Zehn Minuten vor Trainingsende verbesserte er sich an die zehnte Stelle. Knapp fünf Minuten und zwei schnelle Runden später war der Emmentaler schon Fünfter. Allerdings betrug der Rückstand auf Zarco noch immer fast zwei Sekunden, am Ende gar 3,154 Sekunden, weil Zarco sich neue Hinterreifen geholt hat.

Lüthi sagte zu seinem Qualifying: «Ich bin sehr, sehr glücklich über diesen Platz in der zweiten Startreihe, denn der Beginn der Qualifikation verlief ausgesprochen schwierig. Zuerst war ich von der Rundenzeit Zarcos geschockt, blieb aber dennoch konzentriert. Am Ende musste ich viel Risiko eingehen, das Hinterrad drehte ständig durch und der Reifen überhitzte.»

Lüthi muss besser als Zarco sein

Zarco kann im zweitletzten Saisonrennen (Start am Sonntag um 06.20 Uhr Schweizer Zeit) als erster Fahrer den Moto2-Titel verteidigen. Dies unter den folgenden Bedingungen:

  • Mit einem Sieg
  • Ein 2. oder 3. Platz reicht Zarco, wenn er vor Lüthi und Rins, dem Drittplatzierten, ins Ziel kommt.
  • Zarco wird Vierter und Lüthi nicht besser als Sechster

Der WM-Dritte Alex Rins verlor im Qualifying als 23. mehr als fünfeinhalb Sekunden auf die Spitze. Für den Zürcher Jesko Raffin und den Freiburger Robin Mulhauser resultierten mit über sechs Sekunden Rückstand nur die letzten zwei Startpositionen.

Wird der 26-jährige Franzose in Sepang Zweiter oder Dritter, so muss sich Lüthi (oder Rins) vor ihm klassieren, um das Titelrennen bis zum letzten Saison-GP in Valencia offenzuhalten.

Schnellster im Qualifying der MotoGP-Klasse war Andrea Dovizioso. Der italienische Ducati-Werksfahrer benötigte für seine schnellste Runde bei nasser Strecke 0,246 Sekunden weniger als sein Landsmann Valentino Rossi. Dessen Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo komplettierte als Dritter die erste Startreihe. Für Marc Marquez blieb mit knapp vier Zehnteln Rückstand Startposition 4. Der Spanier steht bereits seit zwei Wochen als MotoGP-Weltmeister fest.

Der Südafrikaner Brad Binder, der ebenfalls bereits Weltmeister ist, sicherte sich die Pole-Position in der Moto3-Kategorie.

Sepang. Grand Prix von Malaysia. Startaufstellungen. MotoGP: 1 Andrea Dovizioso (ITA), Ducati, 2:11,485 (151,7 km/h). 2 Valentino Rossi (ITA), Yamaha, 0,246 zurück. 3 Jorge Lorenzo (ESP), Yamaha, 0,302. 4 Marc Marquez (ESP), Honda, 0,389. - 21 Fahrer im Training.

Moto2: 1 Johann Zarco (FRA), Kalex, 2:18,621 (143,9 km/h). 2 Franco Morbidelli (ITA), Kalex, 2,134. 3. Alex Pons (ESP), Kalex, 2,762. Ferner: 5 Tom Lüthi (SUI), Kalex, 3,154. 23 Alex Rins (ESP), Kalex, 5,749. 27 Jesko Raffin (SUI), Kalex, 6,409. 28 Robin Mulhauser (SUI), Kalex, 6,990. - 28 Fahrer im Training.

Moto3: 1 Brad Binder (RSA), KTM, 2:26,268 (136,4 km/h). 2 Jorge Navarro (ESP), Honda, 0,093. 3 Francesco Bagnaia (ITA), Mahindra, 0,127. - 32 Fahrer im Training.

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