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Russen foutieren sich um den Antidopingkampf

Der Chef der Leichtathleten kritisiert die mangelnden Bestrebungen nach dem Dopingskandal und schliesst ein baldiges Ende der Wettkampfsperre aus.

Er darf wieder ran: Der 110-Meter-Hürden-Weltmeister von 2015, Sergei Schubenkow.
Er darf wieder ran: Der 110-Meter-Hürden-Weltmeister von 2015, Sergei Schubenkow.
Keystone

Für Russland wird es so schnell keine Rückkehr auf die internationale Leichtathletikbühne geben. Sebastian Coe, Präsident des Weltverbandes IAAF, bescheinigt dem Land nach dem Dopingskandal nur «kleine Fortschritte».

«Wir werden hart bleiben. Wir sehen einfach nicht ein, warum keine grösseren Fortschritte möglich sind», sagte der Brite an einer Pressekonferenz in London. Die Taskforce des Weltverbandes habe in ihrem neuen Bericht dem IAAF-Council noch von zahlreichen Mängeln berichtet, unter anderem bei Dopingtests und der Beschäftigung von belasteten Trainern.

Die Vorgaben von sechs Meilensteinen an den Russischen Leichtathletikverband Rusaf seien noch nicht erfüllt, sagte Taskforce-Mitglied Geoff Gardener. Coe betonte, dass das Council «enttäuscht» sei. Die Taskforce kritisierte auch die Berufung von Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Isinbajewa zur Vorsitzenden der Russischen Antidopingagentur Rusada.

Zehn Russen dürfen unter neutraler Flagge starten

Die IAAF hat bislang zehn russischen Athleten ein Sonderstartrecht für die Weltmeisterschaften im August in London erteilt. Um unter neutraler Flagge antreten zu können, müssen diese Dopingkontrollen nachweisen, die sie ausserhalb des Antidopingsystems ihres Landes absolviert haben. Dazu gehören auch mehrere Titelverteidiger von Peking 2015, etwa Hochspringerin Maria Kuschina oder Hürdensprinter Sergei Schubenkow.

Bereits im Februar hatte sich die IAAF bei der Aufarbeitung des Dopingskandals kompromisslos gezeigt und angekündigt, dass die Suspendierung der Russen nicht vor der WM aufgehoben wird. Der im November 2015 verhängte Bann gegen Russland wegen systematischen Dopings ende erst, wenn die Rusada wieder unabhängig und korrekt ihre Arbeit aufnehmen könne.

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