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«Legende, unschlagbar, nicht aufzuhalten»

Usain Bolt bietet schon vor der Leichtathletik-WM eine Show. So soll es auch nach dem grossen Finale von London weitergehen.

Vor der WM gibt sich Usain Bolt siegessicher.
Vor der WM gibt sich Usain Bolt siegessicher.
Keystone

Es ist keine Pressekonferenz wie die meisten anderen. Es ist eine Show. Und der Protagonist, Usain Bolt, geniesst sie. Er geniesst den Applaus der Journalisten, fordert mehr davon, und er muss auch die Video-Botschaften vor seinem Auftritt genossen haben.

Sprinter-Kollege Asafa Powell dankt ihm da im Namen aller Jamaikaner, Sport- und Showbusiness-Grössen wie der ehemalige Fussballer Thierry Henry und Model Cara Delevingne äussern ihre Bewunderung. Und zum Schluss meldet sich sogar Samuel L. Jackson zu Wort. In seiner gewohnt unflätigen Manier lobt der Schauspieler den Weltrekordhalter. Auf die genaue Übersetzung von Jacksons Worten verzichten wir an dieser Stelle.

Fussballer oder Schauspieler

Mit seinem typischen Schalk beantwortet Bolt dann die Fragen. Was er nach der Weltmeisterschaft in London machen werde, will einer wissen. Der Sprinter lacht, er warte noch auf einen Anruf von Manchester-United-Trainer José Mourinho, Fussball sei also ein Thema. Oder schauspielern, vielleicht werde er ein Filmstar.

Obwohl auf diese Aussagen Gelächter folgt und auch Bolt selbst sie nicht allzu seriös zelebriert, wirkt es nicht ausgeschlossen, dass der Jamaikaner dereinst als Fussballstar für Manchester United auflaufen wird. Oder dass er beim nächsten Teil der Filmreihe «The Fast and the Furious» eine Rolle übernehmen wird.

Derart überzeugend tritt Bolt an dieser Pressekonferenz auf. Selbstzweifel? Keine. «Ich bin immer noch der schnellste Mann der Welt. Das wisst ihr alle, daran gibt es einfach keinen Zweifel.» Dass er am kommenden Samstagabend über 100 m seine 12. WM-Goldmedaille gewinnt, dessen ist sich der Jamaikaner sicher. Und vor seinem geistigen Auge sieht er auch schon die Schlagzeilen: «Legende, unschlagbar, nicht aufzuhalten.»

Bolt prophezeit Emotionen

Bei aller Lockerheit: Ein wenig Emotionen dürfen nicht fehlen. So spricht Bolt neben seinen Zukunftsplänen auch über seinen verstorbenen Freund Germaine Mason. Der ehemalige Hochspringer kam am 20. April bei einem Motorradunfall ums Leben. Auch für ihn will Bolt Gold gewinnen. «Für mich, für ihn und seine Familie.» Und der 30-Jährige gibt zu: «Es wird vielleicht Tränen geben im Stadion, auch von mir.»

Die Pressekonferenz endet dann so, wie sie eröffnet worden ist: mit einer Show. So kommen Bolts Eltern auf die Bühne und präsentieren zusammen mit dem Sprinter seine neuen Schuhe, die er bei der WM tragen wird. Bolt präsentiert sich für die Fotografen in Aktion, zeigt seine bekannte Siegerpose unter Konfettiregen. In der festen Überzeugung, dass es nicht seine letzte sein wird.

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