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«Ich werde jetzt als ernsthafte Konkurrentin wahrgenommen»

Das beherrschende Leichtathletik-Thema in dieser Woche war der Lizenzentzug von Pascal Mancini. Er missbrauchte seine öffentliche Athleten-Seite auf Facebook zum Verbreiten von rechtsextremem Gedankengut. Was haben Sie gedacht, als Sie davon hörten?

Also, reden wir über die EM: Am Dienstag steht die Entscheidung über 100 Meter an. Sie waren dieses Jahr schon WM-Dritte über 60 Meter in der Halle und sind unter 11 Sekunden gelaufen. Verspüren Sie deshalb weniger Druck?

Aber?

Was erwarten Sie in Berlin?

Meilenstein: Die Bernerin hat in Zofingen ihren Rekord pulverisiert. (13. Juli 2018)
Mujinga Kambundji läuft mit 10,95 einen neuen nationalen Rekord und ist die erste Schweizerin, die unter 11 Sekunden bleibt.
Die Konzentration vor dem Exploit: Die Bernerin legt eine unheimlich starke Saison hin.
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Nur eine Medaille?

Sie sagten bereits 2015, dass sie fähig sein müssten, die 100 Meter unter 11 Sekunden zu laufen. Nun haben Sie diese Grenze mit 10,95 verschoben. Was war der Schlüssel dazu?

Im Rennen liefert sich die Schweizerin ein hauchdünnes Duell mit Marie-Josee Ta Lou (l.) von der Elfenbeinküste.
Wie knapp die Entscheidung ausfällt...
Auch im Vorlauf sprintete Kambundji neben der Französin Carolle Zahi (l.) und der Ukrainerin Hrystyna Stuy (r.) stark.
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Sie laufen nicht mehr nur mit, sondern sind zur ernsthaften Konkurrentin geworden.

Was bedeutet Ihnen diese neue Aufmerksamkeit?

Wirken sich Ihre letzten Leistungen als Türöffner aus?

Nur 15 Europäerinnen waren je schneller als Sie...

Ja. Fünf davon waren in der DDR-Zeit aktiv, und etwa gleich viele wurden einmal des ­Dopings überführt.

Sind Sie sich bewusst, dass Sie mit 10,95 in einen Bereich vorgedrungen sind, in dem oft nicht nur Talent entscheidet?

Haben Sie bezüglich Ihrer Leistung kritische Stimmen gehört?

Wie erklären Sie sich Ihre Steigerung?

Sie haben drei Schwestern, die alle auch Leichtathletik betreiben. Wie gehen sie und Ihre Eltern damit um, einen Star in der Familie zu haben?

Werden sie auch in Berlin dabei sein?

Hat die Doppelbürger-Thematik auch die Leichtathleten erfasst?

Was verbindet Sie noch mit dem Kongo?

Verfolgen die Kambundjis in aller Welt Ihre schnelle ­Verwandte?

Was ist an Ihnen typisch schweizerisch, was ist typisch afrikanisch?

Spontan wirkten auch Ihre zwei Trainerwechsel in kurzer Zeit. Sie werden nun vom US-Amerikaner Rana Reider betreut. Wie haben Sie sich verändert?

Reider gilt als Trainerguru, betreut diverse Spitzenathleten. Was bringt er Ihnen für neue Erkenntnisse?

Was hat er konkret verändert?

Aber offenbar hat Ihnen die Zusammenarbeit mit ihm etwas gebracht. Schliesslich sind Sie heuer so stark wie noch nie.

Waren Sie trotz Ihrer Serie von schnellen Rennen in diesem Sommer einmal verunsichert?