Happy am Birthday

OL-Weltmeister Matthias Kyburz triumphiert an der Cross-SM in Bern und bereitet sich doppelt Freude.

Matthias Kyburz war auf seiner «Heimstrecke» nicht zu schlagen

Matthias Kyburz war auf seiner «Heimstrecke» nicht zu schlagen Bild: Ulf Schiller

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Dass Happy-Birthday-Klänge über den Lautsprecher der Cross-Meisterschaften schallten, hatte mit Matthias Kyburz zu tun. Und der Basler mit Wohnsitz Liebefeld hatte am Sonntag gleich doppelten Grund zum Feiern: Er gewann das Langdistanz-Rennen über die zehn Runden auf tiefem, aber gut belaufbarem Untergrund unweit seiner Wohnung. «Das war für mich ein einzigartiges Heimspiel», sagte er. Viele seiner Trainingsläufe führen durch diese Gegend.

Kyburz setzte sich auf souveräne Art durch. Auf der zweiten Streckenhälfte präsentierte er sich als Chef im Feld. Er habe kein «ständiges Schnell-Langsam» gewünscht, kein taktisches Rennen, sondern einen konstanten Rhythmus, sagte der OL-Weltmeister vom letzten Sommer. So löste er den Berner Marathon-Team-Europameister Andreas Kempf ab, nachdem dieser anfangs immer in der Rückenwindpartie attackierte, das Tempo aber im Gegenwind wieder zusammenfiel.

Für Kyburz war das Rennen eine willkommene Bestätigung. «Meine Form stimmt», sagte er, obwohl für ihn derzeit kein wichtiger Termin naht. Der Start in den OL-Weltcup erfolgt erst Ende Mai. Er befindet sich derzeit in einer Aufbauphase. Zur Zuversicht trägt bei, dass er während des gesamten Herbst und Winters planmässig hat trainieren können. «Ich war nie verletzt und nie krank», strich er hervor. Darauf lässt sich bauen.

Diese nationalen Crossmeisterschaften boten eine attraktive Leistungsschau. Neben dem unebenen, weichen und somit anspruchsvollen Untergrund auf dem 1-km-Rundkurs entlang der Teerstrasse forderte auch der starke Westwind die Teilnehmer – zumindest auf dem ersten Teil. Die vielen Zuschauer erlebten so spannende Wettkämpfe. Mit dem Aufziehen der Wolken und dem Einsetzen von Regen kamen zusätzliche Faktoren hinzu: tieferer Boden, grössere Rutschgefahr.

Schlumpfs Klasse

Über die Langdistanz der Frauen (8 km) setzte sich die die erst 21-jährige Innerschweizerin Flavia Stutz vor der Berner Halbmarathon-EM-Teilnehmerin Martina Tresch durch. Im Kurzcross (3 km) bewies Fabienne Schlumpf, die Olympia- und EM-Finalistin über 3000 m Steeple, ihre bestechende Form. Sie lief einen ungefährdeten Triumph heraus.

Enger präsentierte sich die Entscheidung bei den Männern: Jonas Schöpfer (STV Sempach) gewann vor den beiden Bernern Luca Noti und Marc Bill (beide ST Bern). Erwähnenswert dabei: Alle drei gehören noch der U-23-Kategorie an. Bei den U-23-Frauen siegte Kerstin Rubin (STB). Für Berner Titel in den Juniorenkategorien sorgten Binyam Furui (STB) bei den U-20, Delia Sclabas (Gerbersport) bei den U-18 sowie Lara Giudice (Gerbersport) bei den U-16. (Der Bund)

Erstellt: 07.03.2017, 06:52 Uhr

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