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Gott leitet den Besessenen

Alberto Salazar war ein Star: erst als Marathonläufer, dann als Trainer. Doch sein zwanghafter Erfolgsdrang zerstörte seine Karriere.

Sportfanatiker mit Trainingsanzug und Stoppuhr: Alberto Salazar war der beste Marathonläufer der Welt, dann rebellierte sein Körper und er wurde der erfolgreichste Coach der Welt. Anfang Oktober wurde er für vier Jahre gesperrt.
Sportfanatiker mit Trainingsanzug und Stoppuhr: Alberto Salazar war der beste Marathonläufer der Welt, dann rebellierte sein Körper und er wurde der erfolgreichste Coach der Welt. Anfang Oktober wurde er für vier Jahre gesperrt.
Don Ryan, Keystone
Nach etlichen Doping-Spekulationen traten mit dem Coming out von Mary Cain in einem Artikel der «New York Times» neue Schreckensbilder an den Tag: Salazar habe seine Athleten dazu gedrängt, massiv Gewicht zu verlieren. Wer das nicht schaffte, wurde öffentlich gemobbt.
Nach etlichen Doping-Spekulationen traten mit dem Coming out von Mary Cain in einem Artikel der «New York Times» neue Schreckensbilder an den Tag: Salazar habe seine Athleten dazu gedrängt, massiv Gewicht zu verlieren. Wer das nicht schaffte, wurde öffentlich gemobbt.
Charlie Neibergall, Keystone
Salazar war bereits als Athlet ein Getriebener. Auf dem hügeligen Kurs von New York lief er Marathon-Weltrekord (hier im Bild vorne gegen den Mexikaner Gomez). Er lief im Training 300 Kilometer pro Woche, während sein Vater im Auto neben ihm herfuhr und ihm zurief: «Ein Salazar gibt niemals auf!»
Salazar war bereits als Athlet ein Getriebener. Auf dem hügeligen Kurs von New York lief er Marathon-Weltrekord (hier im Bild vorne gegen den Mexikaner Gomez). Er lief im Training 300 Kilometer pro Woche, während sein Vater im Auto neben ihm herfuhr und ihm zurief: «Ein Salazar gibt niemals auf!»
Cabrera, Keystone
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Als sich die junge Topathletin Mary Cain ritzte und sich selber verletzte, konfrontierte sie ihren Coach Alberto Salazar damit. Er aber wies den Teenager nach einem langen Arbeitstag einfach ab. Er wolle jetzt schlafen gehen. Diese und viele andere Episoden aus dem Leben des 61-jährigen Amerikaners platzten in den letzten Wochen wie Eiterbeulen.

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