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Den Traum weitergeben

Der Kreis schliesst sich: Vor fast 30 Jahren hat Viktor Röthlin wegen eines Autogrammwunsches an Markus Ryffel fast ein Rennen verpasst. Jetzt ist Röthlin selbst ein Vorbild. Die EM-Kolumne des Marathonläufers.

Als mich neulich ein 10-jähriger Bub um ein Autogramm bat, sagte seine Mutter zu mir: «Er will wie Sie ein Marathonläufer werden.» Für mich schliesst sich kurz vor meinem letzten Rennen damit ein Kreis. Ich gebe einen Traum weiter, den ich selber hatte und viele Jahre leben konnte.

Ich war einst dieser 10-jährige Junge, der damals von seinem Idol, Markus Ryffel, eine Unterschrift wollte – und dafür fast das eigene Rennen verpasst hätte. Wenn ich darum auf meine 20-jährige Karriere zurückblicke – ­Zürich wird mein 20. internationaler Grossanlass sein –, erfüllt mich diese Vorbildrolle mit mehr Stolz als EM-Titel oder WM-Bronze. Ich werde Teil einer grösseren Geschichte. Das mag sich kitschig anhören, ist aber so.

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