«Schau, schau doch nur wie knapp»

Nach seinem Bronzelauf über 200 Meter ist der Schweizer Alex Wilson zufrieden – aber findet gar, dass mehr dringelegen wäre.

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Man durfte sich ja schon ein wenig freuen, als TV-Zuschauer. Von Alex Wilson ist nicht nur bekannt, dass er ziemlich schnell rennt, sondern auch, dass er diese geschwinden Läufe jeweils auch ziemlich träf analysiert.

Nach seinem Bronzelauf über 200 Meter an der EM in Berlin liess er im Schweizer Fernsehen sofort erkennen, mit welcher Einstellung er ins Rennen gegangen war. «Natürlich habe ich Bronze gewonnen», sagte er über die knappe Entscheidung mit dem ebenfalls drittplatzierten Briten Nethaneel Mitchel-Blake, «aber eben auch Gold verloren.»

Selbstkritik nach schlechtem Start

«Schau, schau doch nur wie knapp», rief der Baselbieter in der Aufregung Minuten nach dem Rennen und zeigte auf das tatsächlich äusserst enge Zielfoto. Den türkischen Weltmeister Ramil Guliyev musste er nach schlechtem Start ziehen lassen, «das ist schade». Mit den anderen lieferte sich Wilson einen harten Finish um die Medaille. «Ich habe meiner Mutter versprochen, eine Medaille heimzubringen», freute sich der gebürtige Jamaikaner.

Alex Wilsons Bronze-Lauf im Video

Für seine legendären Interviews ist der 29-Jährige bekannt. Diesmal meinte er zum Schluss mit einem breiten Grinsen: «Die, die immer gesagt haben, ich sei ein Schnuri: Wo sind sie jetzt?» (mrm)

Erstellt: 09.08.2018, 21:45 Uhr

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