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Lambiel/Pluschenko/Samaranch

Stéphane Lambiel fand zwar nach der Kür, in der er Bronze um 0,51 Punkte verpasste hatte, schnell den Schlaf.

Schwieriger war es für ihn allerdings nach dem Aufwachen. Der 24-jährige Unterwalliser wollte eigentlich noch länger schlafen, doch bohrende Gedanken der Enttäuschung verunmöglichten dies. Grund zur Freude hatte er dennoch, verbrachte er doch den Morgen mit seiner Mutter. Hat sie ihm Trost gespendet? "Sie war enttäuscht. Es ist schwierig, nach dem gestrigen Abend zufrieden zu sein. Sie ist aber stolz auf mich", sagte Lambiel.

Die "Krönung" von Evan Lysacek zum Eiskunstlauf-Olympiasieger stiess nicht nur bei Jewgeni Pluschenko auf wenig Gegenliebe. Der ehemalige Weltmeister und Olympia-Zweite Elvis Stojko fand in einer Internet-Kolumne vernichtende Worte. "Die Nacht, in der das Eiskunstlaufen getötet wurde", schrieb der Kanadier. "Sorry, Evan Lysacek. Sie sind ein grosser Läufer. Aber wenn man die Leistungen mit dem Resultat vergleicht, hat der Sport einen Schritt zurück gemacht, weil die Preisrichter Gold gaben." Stojko, der 1997 als erster Läufer eine Vierfach/Dreifach-Kombination gestanden hatte, konnte es nicht fassen, dass jemand ohne vierfachen Sprung Olympiasieger werden konnte.

Der ehemalige IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch und der frühere Spitzencurler Patrick Hürlimann kennen sich seit den Achtzigerjahren. Der Klub Lausanne Olympique, mit dem Hürlimann 1998 Olympiasieger wurde, war die treibende Kraft bei der Aufnahme des Curlingsports ins olympische Programm. Samaranch ist seit jener Zeit Ehrenpräsident von Lausanne Olympique. In Vancouver nun hatte Hürlimann die Ehre, den bald 90-jährigen Spanier auf den besten Plätzen des Vancouver Olympique Centre in die Geheimnisse des Curlingspiels einzuweihen. "Ich glaube, Herr Samaranch hat fast alles verstanden", sagte Hürlimann danach. "Er ist geistig noch sehr frisch."

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