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Kein weiteres Verfahren gegen Kaufmann/Gaggini

Die National League hat das Verfahren gegen die ehemaligen Verwaltungsräte des HC Lugano, Beat Kaufmann (Präsident und CEO) und Fabio Gaggini, eingestellt.

Die beiden hatten den Behörden zwischen 1996 und 2005 insgesamt 5 Millionen Franken vorenthalten.

Nach Auffassung des Einzelrichters hätten die beiden durch ihr Handeln, dem Staat geschuldetes Geld vorzuenthalten, nicht gegen die im Verbands-Reglement enthaltenen Verhaltensgrundsätze (Loyalität, Integrität, Fairness und sportliche Gesinnung) verstossen. Zudem stünde eine Verurteilung durch die National League dem strafprozessualen Grundsatz zuwider, wonach eine abgeurteilte Sache nicht ein zweites Mal sanktioniert wird. Kaufmann und Gaggini waren vor rund einem Jahr vom Strafgericht Lugano wegen Steuerbetrugs zu bedingten Gefängnisstrafen von je 14 Monaten verurteilt worden.

Durch das Handeln von Kaufmann hatte sich die National League im November 2006 veranlasst gesehen, ein ordentliches Verfahren gegen den jetzigen Geschäftsführer des B-Ligisten Basel einzuleiten. Deshalb rechtfertige es sich, Kaufmann die Verfahrenskosten zu drei Vierteln aufzuerlegen.

19 vor allem ausländische Spieler und Trainer des HC Lugano hatten während rund zehn Jahren einen Teil ihrer Löhne "schwarz" kassiert. Der öffentlichen Hand entgingen dadurch Steuereinnahmen von 3,5 Millionen Franken und zusätzlich AHV-Gelder in der Höhe von 1,5 Millionen Franken. Kaufmann und Gaggini hatten ihre Schuld in weiten Teilen eingestanden.

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