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Inter Mailand gewinnt die Champions League

Inter Mailand darf sich offiziell bestes Klubteam Europas nennen.

Die Italiener schlossen mit dem 2:0-Sieg im Champions-League-Final in Madrid gegen Bayern München eine perfekte Saison ab und schafften erstmals in ihrer Klubgeschichte und als sechste Mannschaft Europas das Triple (Meistertitel/Cup/Europacup). Dass Inter die wichtigste Trophäe im internationalen Fussball erstmals seit 1965 (!) nach Mailand nehmen darf, hat das Team von José Mourinho in erster Linie einem Argentinier, einem seiner elf Nicht-Italiener in der Startformation, zu verdanken.

Zum grossen Matchwinner im ausverkauften Santiago Bernabeu schwang sich Diego Milito auf, eines von drei offensiven Inter-Elementen. Der 30-jährige Stürmer, der in der aktuellen Topform in der hochkarätig besetzten Offensive Argentiniens an der WM gesetzt sein muss, erzielte seine Treffer 5 und 6 in der diesjährigen Europacup-Saison. In der 35. Minute schloss er einen Doppelpass mit dem ebenfalls sehr aktiven Wesley Sneijder zum 1:0 ab, der Szene war ein weiter Abschlag des Keepers vorausgegangen.

Bayerns beste Chance und die Möglichkeit, sofort nach der Pause auszugleichen, vergab Thomas Müller, der keine 20 Sekunden nach Wiederanpfiff an Julio Cesar scheiterte. 20 Minuten vor Schluss raubte Militos 30. Saisontreffer (in allen Wettbewerben) dem Endspiel die Spannung. Er liess den zuvor schon nicht sattelfesten Innenverteidiger Daniel Van Buyten mit einem Dribbling alt aussehen und bekundete keine Mühe, zum 2:0 einzuschieben.

Nicht nur für Inter, das zum dritten Mal nach 1964 und 1965 die Champions League (respektive den damaligen Meistercup) und erstmals seit 1998 (UEFA-Cup) wieder einen europäischen Pokal gewann, sondern auch für Trainer Mourinho war es eine magische Nacht. Der portugiesische Exzentriker triumphierte zum zweiten Mal in seiner Karriere (nach 2004 mit dem FC Porto) in der Champions League. Vor allem aber setzte er sich mit seiner defensiv orientierten Philosophie gegen jene seines Lehrmeisters Louis van Gall du rch. Die beiden Erfolgsoaches hatten von 1997 bis 2000 in Barcelona zusammengearbeitet.

Bayern München verpasste es, seine ebenfalls sehr erfolgreiche Saison (Double in Deutschland) auf perfekte Weise abzuschliessen. Der Dominator der Bundesliga wirkte ohne den gesperrten Franck Ribéry und den weitgehend isolierten Arjen Robben zu ideenlos, um Inter gefährden zu können. Robben kam zu einer einzigen Chance, seinen Schlenzer (65.) parierte Cesar spektakulär.

Santiago Bernabéu, Madrid. - 74 945 Zuschauer (ausverkauft). - SR Webb (Eng). - Tore: 35. Milito 0:1. 70. Milito 0:2.

Bayern München: Butt; Lahm, Van Buyten, Demichelis, Badstuber; Robben, Van Bommel, Schweinsteiger, Altintop (63. Klose); Müller, Olic (74. Gomez).

Inter Mailand: Julio César; Maicon, Lucio, Samuel, Chivu (68. Stankovic); Zanetti, Cambiasso; Eto'o, Sneijder, Pandev (79. Muntari); Milito (92. Materazzi).

Bemerkungen: Bayern ohne Ribéry, Inter ohne Thiago Motta (beide gesperrt). Verwarnungen: 26. Demichelis, 30. Chivu, 78. Van Bommel (alle Foul).

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