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ZSC verliert gegen Fribourg im Penaltyschiessen

Gottéron erlegt die Lions nach einer glücklosen Overtime. Bei Lugano feiert NHL-Star Patrice Bergeron gegen die SCL Tigers ein tolles Debüt. Biel erringt gegen Kloten einen historischen Sieg. Davos gewinnt erstmals auswärts.

Doppeltorschütze: Der Fribourger Benny Plüss bezwingt ZSC-Goalie Lukas Flüeler zum 2:1.
Doppeltorschütze: Der Fribourger Benny Plüss bezwingt ZSC-Goalie Lukas Flüeler zum 2:1.
Keystone

Im Penaltyschiessen, der ersten Überzeit für die ZSC Lions im zehnten Saisonspiel, wurden der Kanadier Simon Gamache mit zwei verwandelten Versuchen und Goalie Benjamin Conz zu den Freiburger Matchwinnern. Das Team von Hans Kossmann, der im Vergleich zur Partie gegen Zug alle vier Sturmlinien neu besetzte, bestritt bereits seine sechste Overtime und kann nun in Sachen Zusatzpunkt eine ausgeglichene Bilanz vorweisen (3:3).

In der regulären Spielzeit waren die ZSC Lions, die zwei der drei Gegentore in Unterzahl kassierten, nach Mathias Segers kuriosem 100. NLA-Tor zum 3:3 (56.) der Entscheidung näher gestanden als Fribourg. Ein Schuss des Zürcher Captains war von der Bande zurück und via den Schlittschuh von Conz ins Tor geprallt. In der Verlängerung vergab derweil Gottérons Doppeltorschütze Benjamin Plüss solo gegen Lukas Flüeler den Matchpuck.

Erster Bieler Sieg in Kloten seit 1994

Der EHC Biel feiert beim 4:3 in Kloten ein rares Erfolgserlebnis. Zuletzt haben die Seeländer 1994 im Zücher Unterland gewonnen. Ein aussergewöhnlich effizienter Auftritt trug Biel erstmals unter Kevin Schläpfer und erst zum zweiten Mal im 17. Kräftemessen mit den Flyers seit dem Wiederaufstieg einen Sieg ein. Für die vier Tore benötigten die Seeländer nur gerade 19 Schüsse. Ein von Brooks Laich unglücklich abgelenkter Schuss ins eigene Tor (10.), ein haltbarer Hockeckschuss von Jacob Micflikier (19.) und ein Konter, den Marc-Antoine Pouliot erfolgreich abschloss, trugen Biel noch vor Spielhälfte eine 3:1-Führung ein.

Auf diesen Rückstand wussten die Flyers, bei denen nach zwei Partien wieder Ronnie Rüeger an Stelle von Lukas Meili im Tor stand, relativ rasch zu reagieren. Der mutmasslich schönste Angriff der Partie sorgte in der 44. Minute für die Entscheidung zu Gunsten der Bieler. Micflikier brauchte nach einem herrlich kraftvollen Solo von NHL-Stürmer Tyler Seguin nur noch einzuschieben. Eine reelle Chance auf den Ausgleich konnten sich die Flyers nicht mehr. Ihre offensiven Bemühungen blieben weitgehend ohne Wirkung.

Furioses Debüt von NHL-Star Bergeron mit Lugano

Lugano bot den 4139 Zuschauern in der Resega ein offensives Spektakel. Der sechste Saisonsieg war beim 7:3 gegen die SCL Tigers dank Patrice Bergeron nie gefährdet. Der 27-jährige Kanadier von den Boston Bruins, einer der besten Zwei-Weg-Center der Welt, liess sich nicht lange bitten und seine Klasse umgehend aufblitzen. Nach nur 137 Sekunden gab Bergeron die Vorlage zum Führungstreffer durch Julien Vauclair. Luganos Captain kam in seinem 600. Spiel für den Klub zum 81. Treffer. Debütant Bergeron seinerseits sorgte in der 9. Minute gleich auch für seine Torpremiere, als er auf Pass von Glen Metropolit aus der Drehung zum 2:0 traf.

Damit allerdings war Luganos Startfurioso noch nicht beendet: Jordy Murray (10.) und Ilkka Heikkinen (17.) erhöhten noch im ersten Drittel zum 4:0. Neben Bergeron, der in der 48. Minute noch für das 7:2 sorgte, trafen auch Heikkinen (23./zum 5:0) und Vauclair (34./zum 6:1) doppelt. Und wie Star-Center Bergeron sammelte auch Metropolit, der die Assists zum 2:0, 4:0, 5:0 und 7:2 gab, vier Skorerpunkte.

Die Tore für die Langnauer, die im achten Auswärtsspiel die sechste Niederlage kassierten, schossen Joël Genazzi (31.), Mark Popovic (40.) und Tobias Bucher in der Schlussminute. Genazzi, der am Samstag beim 1:0-Erfolg in der Valascia der einzige Torschütze geblieben war, traf im dritten Spiel hintereinander.

Berner Wende nach Fehlstart

Trotz frühem 0:2-Rückstand sind es am Ende die Berner, die über den fünften Saisonsieg jubeln dürfen. Der SCB gewinnt auswärts gegen Ambri-Piotta 5:3. Richard Park und Marco Pedretti brachten Ambri in den ersten fünf Spielminuten 2:0 in Führung. Der Treffer des kanadischen Centers nach 3:31 Minuten war gleichbedeutend mit dem ersten Plustor für die Tessiner seit über 160 Minuten.

Die Reaktion der Berner auf diese kalte Dusche liess nicht lange auf sich warten. In der 9. Minute schoss John Tavares - auf Pass seines Islanders-Teamkollegen Mark Streit - im Powerplay sein erstes Tor in der NLA. Nur vier Minuten später sorgte Tristan Scherwey für den 2:2-Ausgleich. Kurz danach wurde der SCB seinem Ruf als bestes Powerplay-Team der Liga nochmals gerecht. Auf Pass von Roman Josi brachte Byron Ritchie die Besucher erstmals in Führung (15.). Verdient in Führung, lautete das Schussverhältnis doch 23:6 für die Berner.

Im Mitteldrittel glich sich das Spielgeschehen aus. Zunächst erhöhte Geoff Kinrade auf 4:2, ehe Jason Williams die Hoffnungen der Tessiner wieder befeuerte. Im letzten Abschnitt suchte Ambri den Ausgleich sehr aggressiv. Dank Goalie Marco Bührer, der zwei der ersten drei Schüsse hatte passieren lassen, resultierte aber für das Schlusslicht einmal mehr nichts Zählbares. Für den Schlusspunkt des Abends sorgte NHL-Star Tavares mit seinem zweiten Treffer (ins leere Tor).

Erster Auswärtssieg für Davos

Dank Reto von Arx kommt Davos im sechsten Auswärtsspiel der Saison zum ersten Sieg. Die Bündner gewinnen auswärts gegen Zug 3:2 nach Verlängerung. Den Siegtreffer erzielte Leitwolf Reto von Arx 16,8 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung.

Dass die Gäste überhaupt die Overtime erreicht hatten, verdankten sie Rick Nash. Der Topstar der New York Rangers erzielte in seinem dritten richtigen Saisonspiel sein viertes Tor und gab einen Assist. Nach 51 Sekunden im zweiten Drittel bereitete er die Führung der Gäste durch Joe Thornton vor. Beim 2:2 in der 45. Minute, der Ausgleich fiel nur 59 Sekunden nach dem 1:2, liess er die Zuger Defensive mit seiner ungeheuren Wucht im Slot alt aussehen und verwertete eiskalt.

Nach dem 1:0 vergaben Janick Steinmann und Reto von Arx bei einer aussichtsreichen 2-1-Situation die grosse Möglichkeit, das Skore zu erhöhen. Eine Führung mit zwei Toren wäre allerdings unverdient gewesen. Die Zuger dominierten klar und hatten ein deutliches Chancenplus. Das 1:1 von Fabian Schnyder (30.) war mehr als verdient. Für das 2:1 zeichnete in der 44. Minute Rafael Diaz verantwortlich.

In der zweitletzten Minute konnten die Zuger eine 46-sekündige doppelte Überzahl nicht ausnutzen. Und auch in der Verlängerung vergaben Damien Brunner und Josh Holden zwei Topchancen. Allerdings bekundeten in der Overtime auch die Bündner Pech, traf doch Josef Marha in der 62. Minute nur den Pfosten.

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