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Wie Tag und Nacht

Vor einem Jahr war das Spiel SC Bern gegen den HC Lausanne Not gegen Elend. Nun beim 6:3 ein lockeres Playoff-Vorspiel.

Sieg in einem wenig brisanten Spiel: Der SC Bern.
Sieg in einem wenig brisanten Spiel: Der SC Bern.
Keystone

Bald ist es ein Jahr her, da regierte in Bern die Angst. Zu Besuch war der HC Lausanne, und beiden Teams stand das Wasser bis zum Hals, für beide war es das Spiel um Sein oder Nichtsein. Der Verlierer würde das Playoff verpassen. Es war kein schönes Zusehen, wohl aber Spannung bis zuletzt. Der SCB gewann in letzter Minute, erhielt aus Biel Schützenhilfe und rettete sich damit ins Playoff. Der Rest, samt Meistertitel, ist Erfolgsgeschichte.

Wie sich die Zeiten doch ändern. Gestern, an gleicher Stätte, trafen zwei Mannschaften aufeinander, deren grösstes Probleme darin besteht, wie sie die Spannung bis zum Beginn des Playoffs künstlich hochhalten können. Dafür gibt es die unterschiedlichsten Methoden. Während SCB Trainer Kari Jalonen seine Leistungsträger forciert und den Nachwuchs nur sehr spärlich zum Einsatz kommen lässt, hält es sein Lausanner Pendant Dan Ratushny gerade andersherum. In Bern schonte der Kanadier gleich fünf Leistungsträger, darunter Goalie Cristobal Huet. Als kleine Provokation durfte man dies durchaus verstehen, schliesslich hatten die Waadtländer die letzten drei Partien verloren.

Und es war dann vielleicht auch der eine oder andere Ausfall zu viel für eine Mannschaft wie Lausanne. Ihre zweite Garde mag ordentlich sein, in Bern gewinnt man damit in diesem Jahr aber eher selten. Vor allem das Fehlen von Huet machte sich früh bemerkbar.

Ersatzgoalie Pascal Caminada war nicht der Alleinschuldige an der Niederlage, gewiss nicht. Aber schon den zweiten Gegentreffer, ein Handgelenkschuss von Tristan Scherwey in die nahe Ecke, hätte Huet wohl kaum passieren lassen.

Gelungener Einstand von Berns neuem Ausländer

Es war am Ende das unbeschwerte Spiel zweier spielfreudiger Mannschaften, das man hatte erwarten dürfen. Mangels Brisanz, was das Resultat und die Auswirkungen auf die Tabelle betrifft, war das Augenmerk auf Personalien gerichtet. Vor allem auf eine: Aaron Gagnon, ein Kanadier, der für die Dallas Stars und Winnipeg Jets auch schon NHL-Spiele absolviert hatte, kam zu seinem Debüt für den SCB Und er führte sich auffällig ein. Zunächst assistierte er mit einem groben Fehler unfreiwillig beim ersten Waadtländer Treffer, danach aber zeigte er sein Können. Der 30-Jährige war bei drei Berner Treffern auf dem Eis, einen erzielte er selber.

Forcieren oder schonen? Für diesen Abend hatte Jalonen die erfolgreichere Taktik gewählt. Sollte sich das Schonen der Stars im Playoff aber auszahlen, könnte Ratushny dafür am Ende lachen.

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