Zum Hauptinhalt springen

Wenn Hänni zu schnell ist

Obwohl die Sache wie so gut wie unter Dach und Fach ist: Noch hat Andreas Hänni nicht in Biel unterschrieben.

Er stand hier in Bern für seine Ruhe, für hervorragendes Stellungsspiel und für Sicherheit an der blauen Linie. Aber gewiss nicht für Schnelligkeit. Jetzt ist Andreas Hänni doch noch einmal zu schnell gewesen: Am Montag verabschiedete er sich via Facebook von den SCB-Fans und dankte ihnen für die «wunderbare Zeit» in Bern. Was diverse Onlinemedien prompt zur Meldung verführte, er habe in Biel nun unterschrieben.

Hat er aber noch nicht. Wobei die Sache in der Tat so gut wie unter Dach und Fach ist. Was fehlt, sind ein paar Details, aber nicht mehr die grosse Frage nach dem Lohn. Der 34-jährige überzeugte Veganer, der Kommunikationswissenschaften studiert und im Tessin eine Bar und eine Vieherde besitzt, wird in Biel keine Einbusse zu gewärtigen haben. Es darf davon ausgegangen werden, dass der SCB bis Saisonende einen Teil des Salärs übernehmen wird. So wie man das bei anderen verdienten Spielern wie Martin Steinegger, Sébastien Bordeleau oder Dominic Meier auch getan hat. Denn in der wenig stilsicheren Bieler Verteidigung hat Hänni problemlos Platz. Im Budget nicht.

Ein Bauernopfer

Für den SC Bern ist es auch eine Imagefrage, Hänni einen anständigen Abschied zu ermöglichen. Natürlich hatte der 100-Kilo-Mann, der immer wieder von schweren Verletzungen heimgesucht wurde, in dieser Saison nicht mehr gut gespielt. Aber das hatten andere auch nicht. Er war das Bauernopfer, als die SCB-Führung nach acht Niederlagen in zehn Spielen ein Zeichen setzen wollte. Jetzt auch noch zum Partnerteam ins hockeyöde Basel abgeschoben zu werden, nein, das hätte Hänni nun wirklich nicht verdient.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch