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Viel Freude, aber auch etwas Ärger für Servette

Die Genfer Adler besiegen Spartak Moskau mit 2:0 und treffen morgen um 15 Uhr im Halbfinal des Spengler-Cups auf SKA St. Petersburg.

Shutout: Servettes Goalie Tobias Stephan hielt gegen Spartak Moskau alles, was auf ihn zukam.
Shutout: Servettes Goalie Tobias Stephan hielt gegen Spartak Moskau alles, was auf ihn zukam.
Keystone

Richard Park führte den Turnier-Neuling mit zwei wunderbaren Szenen im ersten Drittel zum Erfolg gegen die punktelosen Osteuropäer. In der 11. Minute bereitete er Dan Fritsches 1:0 backhand perfekt vor. Zwei Minuten vor der ersten Pause lenkte der frühere NHL-Professional einen Schlenzer Brian Pothiers im Powerplay im Stile eines Baseball-Spielers gekonnt ab. In beiden Fällen traf die Keeper-Legende Dominik Hasek keinerlei Schuld. Zu gut agierten die Genfer in jenen Phasen.

In den restlichen 40 Minuten geriet Chris McSorleys Team kaum einmal länger unter Druck. Spartak ist nicht mehr zu vergleichen mit den früheren Star-Ensembles, die in Davos bereits fünf Turniersiege erreicht hatten. Und wenn mal ein Russe durchbrach, wurde er vom fehlerfreien Servette-Goalie Tobias Stephan gestoppt. Am vierten Turniertag erreichte der ehemalige Zürcher Nordamerika-Profi als erster Torhüter einen Shutout.

Glück im Unglück für Fritsche

Nur der Ausfall von Fritsche trübte etwas die Laune des Coachs. Der US-Stürmer schied in der 46. Minute zum Glück nur mit einer Prellung und nicht wie befürchtet mit einer gravierenden Knieverletzung nach einem bösen Foul von Denis Bodrow aus.

Es gibt aber auch Ärger für die Truppe von Chris McSorley. Auf einen Antrag der Nationalliga prüft der NL-Einzelichter, ob die medizinisch begründete Genfer Absage des NLA-Spiels in Bern vom 5. Dezember rechtens war.

Auslöser der «Ermittlungen» ist Goalie Stephan, der auch auf der Liste der kranken Servettiens stand. Einige Augenzeugen behaupteten, Stephan habe am Sonntag – also am Tag der abgesagten Partie – in Langenthal eine NLB-Partie besucht. In Bern reagierte man entsprechend verärgert, weil dem SCB wegen der kurzfristigen Absage Einnahmen entgangen waren.

Stephan selber bestätigte den Spielbesuch. Er habe sich aber nur rund 30 Minuten in der Halle aufgehalten, weil er auf dem Rückweg nach Genf seinem Bruder kurz Hallo sagen wollte, erklärte er nach dem 2:0-Erfolg gegen Spartak. Fabian Stephan spielte bei Langenthals Gegner La Chaux-de-Fonds.

Mehrere Vertreter der Liga betonten am Rande des Spengler-Cups aber, dass nach wie vor die Unschuldsvermutung gelte. Eine Forfait-Niederlage haben die Romands nicht zu befürchten. Allenfalls würden sie gebüsst. Das Spiel wird am 11. Januar nachgetragen.

si/fal

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