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Später Sieg für die Eisgenossen

Lange stand die Partie gegen Österreich auf der Kippe, schliesslich setzte sich die Schweiz aber doch noch 4:1 durch. Im Final trifft das Team von Sean Simpson auf Weissrussland.

Im letzten Drittel gelangen drei Tore: Jubelnde Schweizer Nationalspieler. (Archivbild)
Im letzten Drittel gelangen drei Tore: Jubelnde Schweizer Nationalspieler. (Archivbild)
Keystone

Das Schweizer Nationalteam hat sich am Österreich-Cup in Klagenfurt für den Final qualifiziert. Die Schweizer zeigten erneut keine besonders gute Leistung. Immerhin wussten sie sich im Vergleich zum 2:1-Sieg am Mittwoch gegen Slowenien ein wenig zu steigern. Sie bekundeten aber vor allem in den ersten beiden Dritteln neuerlich grosse Mühe, ein geordnetes Spiel aufzuziehen. Dazu agierten die Österreicher, die Nummer 15 der Weltrangliste, äusserst aufsässig und frech.

Die Siegsicherung gelang den Schweizern erst im letzten Abschnitt. Severin Blindenbacher mit einem Weitschuss (44.) und Andres Ambühl nach herrlichem Zusammenspiel mit Julien Sprunger (53.) erzielten die Treffer vom 1:1 zum 3:1. Martin Plüss sorgte für den Schlusspunkt mit dem 4:1 zehn Sekunden vor dem Ende ins leere Tor. Eine gute Minute davor hatte Sprunger einen Penalty verschossen.

«Es war wie erwartet keine leichte Aufgabe», so der Schweizer Trainer Sean Simpson nach dem ersten Schweizer Sieg nach 60 Minuten in dieser Saison. «Es war nicht einfach, den Rhythmus zu finden. Und im zweiten Drittel hatten wir etwas zu viele Strafen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie im letzten Drittel reagiert und dass wir die Partie noch zu unseren Gunsten entscheiden konnten.»

Starker Plüss und Rüthemann

Zwei Drittel lang ging die Torgefahr fast nur von der Linie um Martin Plüss und Ivo Rüthemann aus. Das eingespielte Duo des SC Bern spielte abwechslungsweise mit Daniel Steiner und Inti Pestoni zusammen. Und so war es kein Zufall, dass wie bereits gegen die Slowenen Ivo Rüthemann auf Zuspiel von Martin Plüss den Führungstreffer erzielte. Allerdings profitierten die beiden in dieser Szene von einem kapitalen Fehlpass der österreichischen Verteidigung.

Das 1:0 verlieh den Schweizern zwar etwas Sicherheit, sie verpassten es aber in der Folge, die Führung auszubauen. So glichen die Österreicher, die mit dem Österreich Cup ihr 100-Jahr-Jubiläum feiern, kurz vor der zweiten Pause nicht unverdient aus. Dominique Heinrich verwertete ein Zuspiel von Luganos Verteidiger Stefan Ulmer (39.). Torhüter Reto Berra blieb bei dieser Aktion ohne Abwehrchance. Der Bieler blieb ansonsten in seinem fünften Länderspiel-Einsatz tadellos und hielt sein Team bis zur Siegsicherung mit guten Paraden im Spiel.

Lange Siegesserie

Mit dem Erfolg vor 2785 Zuschauern in der altehrwürdigen Klagenfurter Stadthalle bauten die Schweizer die Erfolgsserie gegen den Absteiger der letzten WM auf 12 Partien (inklusive einem abgebrochenen Spiel im Jahr 2005) aus. Letztmals verloren die Schweizer im Februar 1997 in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 1998 eine Partie gegen Österreich (0:2). Die Österreicher bekundeten gegen die Schweiz gleich doppeltes Verletzungspech: Der ehemalige Rapperswiler Verteidiger Thomas Pöck schied im Verlauf des Spiels ebenso aus wie Michael Raffl.

Die Weissrussen, an der WM im Frühling in Helsinki auch Gruppengegner der Schweizer, setzten sich im zweiten Halbfinal gegen die Slowakei 2:1 nach Verlängerung durch. Sergej Demagin schoss nach nur 25 Sekunden der Overtime den Siegtreffer. Das letzte Duell – an den Titelkämpfen in Kosice (Slk) im letzten Mai – gewannen die Schweizer sicher mit 4:1.

si/rub

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