Zum Hauptinhalt springen

So abgebrüht, dass er auffällt

Das Gerangel um einen Platz im Kader ist besonders gross. Sogar ganz junge Spieler wie Janis Moser dürfen sich Chancen ausrechnen, am Heimturnier zu spielen.

1. ZugAlles für den Meistertitel getanNur zwei EVZ-Spieler im letztjährigen Kader waren schon Schweizer Meister – zu wenig Erfahrung, um im Final den SC Bern zu stürzen. Das soll nun ändern: Mit Goalie Genoni (im Bild) und Stürmer Hofmann hat Zug zwei der begehrtesten Spieler der Liga mit langfristigen Verträgen verpflichtet, dazu etliche andere starke Cracks – die Kampfansage an die Konkurrenz hätte nicht dezidierter ausfallen können. Nach zwei Finalniederlagen in den letzten drei Spielzeiten ist die Zielsetzung klar: der Meistertitel. (mke)Goalie: * * * * * * Abwehr: * * * * *  Sturm: * * * * * * Mix: * * * * *
1. ZugAlles für den Meistertitel getanNur zwei EVZ-Spieler im letztjährigen Kader waren schon Schweizer Meister – zu wenig Erfahrung, um im Final den SC Bern zu stürzen. Das soll nun ändern: Mit Goalie Genoni (im Bild) und Stürmer Hofmann hat Zug zwei der begehrtesten Spieler der Liga mit langfristigen Verträgen verpflichtet, dazu etliche andere starke Cracks – die Kampfansage an die Konkurrenz hätte nicht dezidierter ausfallen können. Nach zwei Finalniederlagen in den letzten drei Spielzeiten ist die Zielsetzung klar: der Meistertitel. (mke)Goalie: * * * * * * Abwehr: * * * * * Sturm: * * * * * * Mix: * * * * *
Claudio Thoma/freshfocus
2. LausanneDen Geldhahn aufgedrehtWie die brandneue Arena, so die Mannschaft: Die Waadtländer haben das Budget noch einmal erhöht und greifen nach dem Titel. Im Tor soll der 3-malige Playoff-Finalist Tobias Stephan das Team von Trainer ­Ville Peltonen ebenso verstärken wie im Sturm Cody Almond (im Bild) und der frühere NHL-Stürmer Josh ­Jooris, der dritte Lizenzschweizer des LHC. Angesichts des finanziellen Einsatzes des amerikanischen ­Besitzers wäre schon das Verpassen des Playoff-Finals eine Enttäuschung. (phm)Goalie:  * * * * * Abwehr: * * * * *  Sturm: * * * * * Mix: * * * * *
2. LausanneDen Geldhahn aufgedrehtWie die brandneue Arena, so die Mannschaft: Die Waadtländer haben das Budget noch einmal erhöht und greifen nach dem Titel. Im Tor soll der 3-malige Playoff-Finalist Tobias Stephan das Team von Trainer ­Ville Peltonen ebenso verstärken wie im Sturm Cody Almond (im Bild) und der frühere NHL-Stürmer Josh ­Jooris, der dritte Lizenzschweizer des LHC. Angesichts des finanziellen Einsatzes des amerikanischen ­Besitzers wäre schon das Verpassen des Playoff-Finals eine Enttäuschung. (phm)Goalie: * * * * * Abwehr: * * * * * Sturm: * * * * * Mix: * * * * *
Pascal Muller/freshfocus
12. LakersDer Schönspieler und das BiestNach der zweitschlechtesten Qualifikation seit Einführung der 3-Punkte-Regel (nur Basel schaffte 2007 weniger als 32 Punkte) geben sich die Lakers ein neues Gesicht. Genauer: zwei. Eines ist Schönspieler Roman Cervenka, der seine Karriere zum Discounttpreis am Obersee fortsetzt. Das andere ist der langjährige ECHL-Vorkämpfer Andrew Rowe, von seinen neuen Kollegen gleich zum Captain gewählt. Zu einer Verbesserung gegenüber 2018/19 wird das reichen. Für mehr als Rang 12 eher nicht. (phm)Goalie: * * * * * Abwehr: * *  Sturm: * * Mix: * * * *
12. LakersDer Schönspieler und das BiestNach der zweitschlechtesten Qualifikation seit Einführung der 3-Punkte-Regel (nur Basel schaffte 2007 weniger als 32 Punkte) geben sich die Lakers ein neues Gesicht. Genauer: zwei. Eines ist Schönspieler Roman Cervenka, der seine Karriere zum Discounttpreis am Obersee fortsetzt. Das andere ist der langjährige ECHL-Vorkämpfer Andrew Rowe, von seinen neuen Kollegen gleich zum Captain gewählt. Zu einer Verbesserung gegenüber 2018/19 wird das reichen. Für mehr als Rang 12 eher nicht. (phm)Goalie: * * * * * Abwehr: * * Sturm: * * Mix: * * * *
Gian Ehrenzeller, Keystone
1 / 11

Für einen Eishockeyspieler gibt es kaum Grösseres als eine WM im eigenen Land. Grégory Hofmann beschreibt die Ausgangslage vor Beginn der Saison, die im Mai in Zürich und in Lausanne kulminiert, so: «Als Spieler hast du in deiner Karriere eine oder maximal zwei Chancen, an einer Heim-WM mitzumachen. Ich werde alles geben, um nächstes Jahr dabei zu sein.»

Der neue EVZ-Stürmer kann beruhigt schlafen, Spieler mit seinen Qualitäten sind in der Schweiz rar. Generell wird Patrick Fischers Team einiges an Routine aufweisen, Aufsteiger dürfen aber träumen. Ein Blick auf das letzte WM-Kader bestätigt diese These: Mit Philipp Kuraschew und Janis Moser reisten zwei Spieler in die Slowakei, die vor Saisonbeginn niemand auf der Rechnung hatte.

Hier der Center, der sich mit überzeugenden Leistungen in Nordamerika empfohlen hatte, da der Bieler Verteidiger. Der damals 18-jährige Moser sei ihm besonders beim Spiel Bern gegen Biel aufgefallen, erinnert sich Fischer: «Mir ist seine Abgebrühtheit aufgefallen. aber auch der Umgang mit der Scheibe, er war nie gross unter Druck.» Der Name Janis Moser war Fischer schon vorher vertraut gewesen, er hatte bereits im Sommer im noch von Christian Wohlwend geführten U-20-Team auf sich aufmerksam gemacht.

An der Seite des Captains gespielt

An der U-20-WM sah Fischer den Jungstar dann intensiv am Werk, dieser machte vor allem unter A-Team-Assistent Tommy Albelin weitere Fortschritte. Im Februar das Debüt im A-Team, schliesslich die WM-Vorbereitung und als Dessert das WM-Ticket für Bratislava. Bis eine Handgelenksverletzung nach drei Partien sein Turnier beendete, hatte er an der Seite von Captain Raphael Diaz seinen Mann gestanden.

Die Beispiele von Kuraschew und Moser vor Augen, rückten am 28. Juli zwei Dutzend Spieler ins viertägige «Prospect Camp» nach Bern ein. Alle jünger als 25, alle mit dem Fernziel der WM-Teilnahme, die meisten mit der Hoffnung, schon diesen Winter auf den Nationalmannschaftszug aufzuspringen.

Übergang gelingt schneller

Fischer hatte dieses Camp eingeführt nach internen Diskussionen, was mit den Spielern der Nachwuchsnationalteams geschehen sollte. Im Idealfall waren diese zwar von der U-16 bis zur U-20 in die Verbandsstruktur integriert, danach aber oft mehrere Jahre im luftleeren Raum bis zu einem Aufgebot fürs A-Team. «Mit diesem Camp bleiben sie im Kreis der Nationalmannschaft, und der Übergang gelingt schneller», sagt Fischer. Zusätzlich können so Überseespieler auf der grossen Eisfläche getestet werden, die während der Saison nur unter Zusatzaufwand beobachtet werden können.

Ein Mann für die Zukunft des Schweizer Eishockeys: Der 19-jährige Verteidiger Janis Moser. (Bild: Robert Hradil/Getty Images)
Ein Mann für die Zukunft des Schweizer Eishockeys: Der 19-jährige Verteidiger Janis Moser. (Bild: Robert Hradil/Getty Images)

Nico Hischier war dieses Jahr dabei, mit Noah Rod und Pius Suter weitere Spieler, die schon länger zum Kreis des A-Teams gehören, von den ZSC Lions zusätzlich Phil Baltisberger und Raphael Prassl. Die meisten dieser Spieler werden wohl am Deutschland-Cup im November oder an den Prospect Games im Februar eine Bewährungschance erhalten, einzig am Heimturnier im Dezember, das wohl in Visp stattfindet, wird Fischer mit den Arrivierten antreten. An allen anderen liegt es, die WM-Türe weiter aufzustossen. Fischer macht ihnen Mut: «Es gibt immer Überraschungen.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch