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SCL Tigers: Treten an Ort

Langnau bezwingt den Tabellenletzten Ambrì in der erneut ausverkauften Ilfishalle mit etwas Glück aber hochverdient 2:1. Verbessert hat sich die Situation nicht.

Ambri besiegt, aber wenig gewonnen: Matchwinner Thomas Nüssli und die Langnau Tigers.
Ambri besiegt, aber wenig gewonnen: Matchwinner Thomas Nüssli und die Langnau Tigers.
Keystone

Zweites Spiel und zweiter Sieg der SCL Tigers in der Serie von fünf Begegnungen gegen Teams, die ebenfalls unter dem Strich klassiert sind. Die Emmentaler klettern dank des 2:1 auf Platz 9, der Rückstand auf den Strich wurde aber nicht kleiner, weil Servette und Lugano, die beiden direkt über der Playoff-Marke platzierten Clubs, ihre Auswärtsspiele auch gewonnen haben.

Ambri demonstrierte in der Ilfishalle schon nach wenigen Augenblicken, dass es auch mentale Gründe hat, warum es auf dem letzten Platz steht. Noch keine Minute war gespielt als die Tessiner bereits eine erste Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis aufgebrummt erhielten. Die Tigers konnten erneut nicht widerlegen, dass sie über eine nur mässig gefährliche Offensivabteilung verfügen. Denn sowohl in dieser Überzahlsituation als auch über weite Strecken der ganzen Partie liessen sie die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor vermissen.

Die positive Ausnahme war Thomas Nüssli. Der bald 35-jährige Routinier zeichnete, jeweils nach Vorbereitung von Chris DiDomenico, für die beiden Tore verantwortlich, die Langnau nach dem 0:1-Rückstand doch noch auf die Siegesstrasse brachten. Der erste Treffer war Massarbeit – der Puck schlug ganz genau in der oberen Torecke ein. «Ich wollte schon genau dorthin schiessen, doch von zehn Versuchen gelingt mir das vielleicht einmal», sagte der mit 15 Toren beste Schütze der Emmentaler nach der Partie. Und bei seinem zweiten Treffer des Abends veredelte Nüssli im Powerplay die sehenswerte Vorarbeit von DiDomenico.

Nüssli: «Nicht schön fürs Auge»

Die Chancenauswertung der Langnauer war einmal mehr ungenügend. Noch immer haben sie in der höchsten Liga die wenigsten Tore erzielt. Das Team von Trainer Heinz Ehlers vergab so viele gute Möglichkeiten, dass es schliesslich nur der Harmlosigkeit der Gäste geschuldet war, dass man dieses knappe Spiel gewinnen konnte. Denn kurz vor Schluss musste mit Doppeltorschütze Nüssli doch noch der erste Langnauer auf die Strafbank und Ambrì drückte mit sechs Feldspielern auf den Ausgleich.

«Unser Spiel war nicht gerade schön fürs Auge», bekannte Nüssli, «aber am Ende zählt nur das Resultat. Wir wissen, dass jetzt jeder Punkt zählt und sind voll auf die Aufgabe fokussiert. In der Garderobe spüre ich keine Veränderung, wir bleiben ruhig.» Ruhig, konzentriert und zu Hause wieder erfolgreich: Die SCL Tigers haben die bisherigen vier Heimspiele im Jahr 2017 für sich entschieden. Die Disziplin war am Samstag einer der grossen Pluspunkte. Während alle vier Ambrì-Ausländer eine Zweiminuten-Strafe kassierten, musste bei den Langnauern mit Nüssli insgesamt nur ein Spieler auf die Strafbank.

Gut eingefügt hat sich bei den SCL Tigers der neue Verteidiger Anthony Huguenin, der sein erstes Spiel mit dem neuen Club bestritt: «Ich war vor dem Spiel sehr aufgeregt. Doch ich fand mich schnell zurecht und bin froh, hier zu sein», sagte er nach dem Sieg. «Ich erhielt viel Eiszeit und bin begeistert vom Publikum in der Ilfishalle. Die Stimmung ist ausgezeichnet, ich hatte sogar Hühnerhaut.» Huguenin ist definitiv eine Verstärkung und er durfte sich beim zweiten Tor bereits einen Assist gutschreiben lassen. Er hat vorerst einen Vertrag bis Ende Saison erhalten.

Schon in den nächsten drei Spielen gegen Teams unter dem Strich kann Huguenin eine nächste Empfehlung für eine Weiterverpflichtung abgeben. Es folgt die Doppelrunde am nächsten Wochenende mit einem Auswärts- und einem Heimspiel gegen Kloten und danach die Partie gegen das zuletzt inferiore Fribourg-Gottéron. Es sind die die letzten verbleibenden Chancen der SCL Tigers, die kleine Chance aufs Playoff zu wahren.

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