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Schweizer Nati revanchiert sich gegen B-Nation

Die Schweizer Eishockeyaner reagieren auf die 1:3-Niederlage vom Vortag gegen Österreich. In Feldkirch setzen sich die Spieler von Sean Simpson klar mit 4:0 durch.

Reaktion: Nach der blamablen Vorstellung vom Mittwoch gewinnt die Schweizer Nati im zweiten Test gegen Österreich klar.
Reaktion: Nach der blamablen Vorstellung vom Mittwoch gewinnt die Schweizer Nati im zweiten Test gegen Österreich klar.
Keystone

Der Schweizer Start ins Spiel war wiederum nicht überragend, gegen Ende des ersten Abschnitts war aber eine Steigerung zu verzeichnen. Simon Mosers Lattenschuss (16.) war die Ankündigung, der eine Minute später im Powerplay die resultatmässige Umsetzung folgte. Roman Wick vollendete im zweiten Anlauf eine rasch vorgetragene Kombination über Julien Sprunger und Romain Loeffel zur Führung.

Auch beim zweiten Treffer überforderten die Schweizer die Österreicher, welche die B-WM bestreiten, mit ihrem Tempo. Denis Hollenstein und Robin Grossmann waren die Assistenten, Sprunger erzielte schliesslich das erste Schweizer Tor in Feldkirch bei nummerischem Gleichbestand (24.).

Viele Torchancen verpasst

Dass die Schweizer nur mit einem Zweitore-Vorsprung in die letzte Pause gingen, war angesichts ihrer immer drückenderen Überlegenheit fast ein Hohn. Gegen Ende des Abschnitts vergaben sie hervorragende Skorermöglichkeiten praktisch im Minutentakt, wobei gerade die Angreifer mit dem grössten Offensivpotenzial, jene, die aber auch am meisten Möglichkeiten kreiert hatten, am meisten sündigten. Wick, insgesamt gegenüber dem Vortag stark verbessert, scheiterte dreimal alleine vor Bernhard Starkbaum, Sprunger und Damien Brunner vergaben je zwei gute Möglichkeiten.

Positives Faktum war aber vor allem, dass die Schweizer wesentlich engagierter zu Werke gingen als über einige Strecken am Vortag und so den "Trainingsspiel-Charakter" abstreifen konnten. Das Tor des Abends erzielte dann Topskorer Damien Brunner, der sich die Scheibe mit einem seiner charakreristischen Moves vorlegte und eiskalt vollstreckte und somit auch im vierten WM-Vorbereitungsspiel einmal getroffen hat. 74 Sekunden später erhöhte Juraj Simek auf 4:0. Tobias Stephan liess sich einen Shutout notieren, ebenso wie Reto Berra im ersten Test gegen Finnland.

Die Erleichterung des Trainers

Simpson war erleichtert und fasste die beiden Partien so zusammen: «Es gibt nichts zu beschönigen, am Mittwoch waren wir einfach schlecht. Heute hätten wir auch höher gewinnen können, aber ich bin mit der Reaktion des Teams sehr zufrieden, sie hat Charakter gezeigt.» Als Weckruf nach dem ersten Spiel hatte Simpson auch einige personelle Umstellungen vorgenommen und mit Ausnahme des ersten Blockes alle Reihen leicht verändert. Für Stürmer Michael Liniger war dieser Schachzug nicht entscheidend: «Wir waren wirklich sauer auf uns selbst und hätten heute wohl in jeder Zusammensetzung eine Reaktion gezeigt.»

Innerhalb der WM-Vorbereitung sind die Schweizer nun bei Halbzeit angelangt. Nach je zwei Siegen und Niederlagen geht es nächste Woche mit zwei Partien in Schweden weiter, bei denen auch Nino Niederreiter zum Team stossen wird. Erst bei den letzten Partien gegen Kanada wird dann auch Captain Mark Streit dabeisein, vielleicht auch Luca Sbisa sowie die Spieler der Playoff-Finalisten SCB und ZSC.

si/fal

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