Von Jahr zu Jahr besser

Für seine Sturmpartner Mark Arcobello und Thomas Rüfenacht ist Simon Moser voll des Lobes. Als Herr über die Team-Kasse kann er seinen Mitspielern hingegen auch auf die Nerven gehen.

Simon Moser, 28, hatte in dieser Saison schon viel zu bejubeln im SCB-Dress – damit soll noch lange nicht Schluss sein.

Simon Moser, 28, hatte in dieser Saison schon viel zu bejubeln im SCB-Dress – damit soll noch lange nicht Schluss sein.

(Bild: Keystone Peter Schneider)

Dario Greco@HerrGreco

Ist er eher Torjäger oder Vorlagengeber? Simon Moser will sich nicht festlegen. Die Statistik hingegen spricht eine eindeutige Sprache. Im Halbfinal gegen Lugano liess er sich 4 Assists gutschreiben – nur Lasch kam beim SCB auf die gleiche Anzahl –, 12 Treffer erzielte Moser seit Saisonbeginn, 28-mal legte er für einen Mitspieler auf. «Mit Arcobello ist es einfach: Wir geben ihm in der Mittelzone den Puck, und er macht dann ein Tor», sagt er lachend. Diese nicht ganz ernst gemeinte Analyse hat aber durchaus etwas Wahres, schliesslich war Arcobello in der Regular Season der beste Skorer der ganzen Liga.

Diese Saison spielt Moser mit dem US-amerikanischen Center und Thomas Rüfenacht in der ersten Linie, man hat sich aneinander gewöhnt. Moser und Rüfenacht sind eher für den physischen Part zuständig und erreichten nebenbei beachtliche Skorerwerte, während Arcobello kaum checkt, dafür punktet. «Er ist das Hirn unserer Linie und ein eiskalter Vollstrecker», sagt Moser. Rüfenacht wiederum gehe dorthin, wo es wehtue, und sei ein ähnlicher Spielertyp wie er selber. «Er wirft sich in die Schüsse und gibt alles fürs Team», sagt Moser. «Und zuletzt machte er auch noch die Tore.»

Und was bringt Simon Moser in die Mannschaft? Plüss, der Captain, gerät ins Schwärmen. «Er ist menschlich ein super Typ, lebt fürs Eishockey und wird als Spieler von Jahr zu Jahr besser», lobt er. «Es gibt wenige Spieler, die so komplett sind wie er.» Auf die Nerven gehe Moser seinen Mitspielern in diesem Jahr einzig als Kassier, sagt Plüss mit einem Augenzwinkern.

Den EVZ «vom Eis arbeiten»

Als Herr über die Mannschaftskasse treibt Moser die Bussen ein. Eine solche gibt es beispielsweise, wenn ein Spieler zu spät zu einem Termin erscheint. Mit dem Geld aus der Kasse leistet sich das Team nach Saisonende einen Ausflug. Diese Reise ist noch weit weg – zuerst steht ab Donnerstag der Final gegen den EV Zug an. Moser erkennt zwischen seinem SCB und dem EVZ Parallelen. «Beide Mannschaften spielen körperbetont, verfügen über eine starke Defensive und mögen es, in Scheibenbesitz zu sein.» Der 28-Jährige glaubt deshalb, dass die Special-Teams entscheiden werden.

Als Qualifikationssieger ist der SCB der Favorit, auch weil er in der Regular Season drei von vier Partien gewinnen konnte. Moser ist sich sicher, dass sein Club die Auftaktpartie gewinnen wird: «Wir haben gezeigt, dass wir den Gegner vom Eis arbeiten können. Wir verteidigen geduldig und blocken die Schüsse. Und falls uns das nicht gelingt, haben wir im Tor immer noch Genoni.»

Der Bund

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