Schwarzes Wochenende für den EHC Biel

Mit zwei Niederlagen gegen Gottéron und Lausanne verschlechterte sich die Lage der Bieler am Strich drastisch, da die Mitkonkurrenten allesamt Punkte sammelten.

Die Lausanner jubeln, den Bielern (hier Mathieu Tschantré) bleibt das Nachsehen.

Die Lausanner jubeln, den Bielern (hier Mathieu Tschantré) bleibt das Nachsehen.

(Bild: Keystone)

Nachdem die Bieler am Samstagabend im eminent wichtigen Strichkampf gegen Mitkonkurrent Gottéron einen empfindlichen Rückschlag im Rennen um den 8.Rang hatten hinnehmen müssen (3:7-Niederlage), war gestern gegen das relativ unbedrängt den Playoffs ent­gegensteuernde Lausanne Wiedergutmachung angesagt.

Nebst dem Erringen von Punkten galt es in erster Linie, die haarsträubenden Eigenfehler wie Fehlpässe und Scheibenverluste in der Vorwärtsbewegung auszumerzen, mit welchen man sich am Vorabend in Freiburg quasi selbst geschlagen hatte. Zudem wollte man nicht wie zuletzt mehrmals einem frühen, vorentscheidenden Rückstand nachrennen müssen.

Wieder schnell im Hintertreffen

Letzteres schlug fehl, lagen doch die Seeländer bereits nach 236 Sekunden 0:2 zurück. Diesmal nicht wegen Zuspielfehlern, sondern durch katastrophales Defensivverhalten, konnte doch bei beiden Toren ein Waadtländer völlig unbedrängt vor Rytz zum Schuss ansetzen. Und als in der 9. Minute Biels Abwehr erneut grobfahrlässig handelte und die Gäste zu dritt gegen einen einzigen Bieler Verteidiger in der Angriffszone auftauchten, verpasste Louhivaara alleine vor dem grossartig abwehrenden Rytz die Vorentscheidung.

Dass die Platzherren nach 20 Minuten ein Schussplus von 16:8 aufwiesen, täuscht über das effektive Stärke- und Chancenverhältnis hinweg, waren doch ihre Abschlussversuche mehrheitlich harmlos und wurden häufig aus ungünstigen Posi­tionen abgegeben. Einzig Samson kam einmal im Powerplay zu einer guten Chance, schoss aber zu schwach, während Jelovac nur den Pfosten traf.

Rytz verhindert Schlimmeres

Der EHC Biel schien im Mittelabschnitt zu keiner Reaktion fähig. Während Lausanne seine blaue Linie mit einer 4-Mann-Mauer hermetisch abriegelte, suchten die Seeländer vergeblich nach einem Rezept, dieses Bollwerk zu überwinden. Ideen- und planlos wurde die Scheibe ins Angriffsdrittel befördert und dort meist erfolglos zurückzuerobern versucht.

Mit seinem einfachen, gerad­linigen Spiel setzten weiter die Gäste aus Lausanne Akzente. So musste Wellinger auf der Torlinie für den geschlagenen Rytz abwehren, und Louhivaara scheiterte ein weiteres Mal am bestens disponierten Bieler Hüter, der einzig beim 0:3 Genazzis von der blauen Linie aus eine etwas unglückliche Figur abgab. Allerdings war ihm die Sicht verdeckt.

Zu später Endspurt

Als dann zu Beginn des Schlussdrittels auch Lausanne-Goalie Huet schlecht aussah und sich von Samson in der nahen Ecke erwischen liess, erwachte der lange passive EHC Biel. Mit viel Power setzte er nun die Gäste unter Druck und kam 145 Sekunden später kurz nach ­Ablauf einer Strafe gegen Gobbi zum Anschluss­treffer durch Matthias Rossi (51.). Zu mehr reichte es den Gastgebern nicht mehr. Nach drei Niederlagen in ­Serie werden sie in den verbleibenden neun Runden noch schwer um die Play­off-Qualifikation bangen müssen.

Der Bund

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