«Schnell und kompromisslos»

Der SC Bern erwartet ein offensives Davos. Angriff birgt Risiken – und ist deshalb gut fürs Spektakel,

Dürften im Halbfinal regelmässiger zu beobachten sein: Berner beim Torjubel.

Dürften im Halbfinal regelmässiger zu beobachten sein: Berner beim Torjubel.

(Bild: Keystone)

Dieter Stamm@StammDieter

Die Trainingseinheit war kurz, aber intensiv, und Trainer Guy Boucher fuhr temporeich mit blauen und roten Markierstiften über seine geliebte Taktiktafel. Als wollte er unterstreichen, dass es im Halbfinal mit anderer Geschwindigkeit zur Sache gehen wird als gegen Lausanne. «Schnell und kompromisslos » erwartet auch Sportchef Sven Leuenberger den HC Davos. «Sie werden nur selten quer spielen und einen offenen Schlagabtausch anstreben.»

Genau das wollen die Berner vermeiden. Man will nicht unter die Räder von Del Curtos Tempomaschine geraten. Der Plan: Weil viel Speed auch viel Risiko birgt, sollen Fehler zu schnellen Gegenstössen genutzt werden. Dort stehen dann – anders als im Viertelfinal – keine drei oder vier Spieler mehr, die absichern. In der ersten Begegnung von Dienstagabend (20.15 Uhr) fehlen weiterhin die verletzten Kobasew und Loichat.

Der Viertelfinal, ein Lehrstück

Nach der Taktikschlacht darf man nun also Spektakel erwarten. Wobei Leuenberger den Begriff Spektakel relativiert haben will. Das Duell gegen Lausanne sei für Kenner der Materie «absolut hochstehend » gewesen. Natürlich möge der Otto Normalverbraucher lieber viele Tore. Aber etliche Experten hätten bereits verlauten lassen, man werde die Serie zwischen Bern und Lausanne genau unter die Lupe nehmen.

Gestern bestätigte der SCB überdies den Abschluss eines Einjahresvertrages mit Gian-Andrea Randegger. Der ältere Bruder von Flurin wird sich mit den Jungen um einen Platz in den hinteren Linien der Abwehr streiten. Seine läuferischen Qualitäten, seine physische Stärke und sein guter Charakter hätten den Ausschlag für die Verpflichtung gegeben, sagt Leuenberger. Und wohl auch die Tatsache, dass der 28-Jährige das Budget nicht übermässig belasten wird. Damit ist das Defensivkader für kommende Saison komplett, vorausgesetzt, Marc-André Gragnani akzeptiert die Offerte, die ihm der SCB unterbreitet hat. Ansonsten dürfte ein anderer ausländischer Verteidiger verpflichtet werden, da auf dieser Position keine Top-Schweizer mehr zu haben sind.

Der Bund

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