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SC Bern und SCL Tigers tauchen

Der SC Bern verliert zuhause gegen Lausanne 2:3. Die SCL Tigers gehen in Biel mit einer 1:4-Schlappe vom Eis.

Wieder nichts für den SCB. In dieser Saison läuft beim Meister so einiges falsch. Die Berner verlieren ihr Heimspiel gegen Lausanne 2:3.
Wieder nichts für den SCB. In dieser Saison läuft beim Meister so einiges falsch. Die Berner verlieren ihr Heimspiel gegen Lausanne 2:3.
Marcel Bieri, Keystone
Erst sah vieles gut aus: Die Berner gehen im ersten Drittel in Führung und es roch alles nach dem zweiten Heimsieg in Serie.
Erst sah vieles gut aus: Die Berner gehen im ersten Drittel in Führung und es roch alles nach dem zweiten Heimsieg in Serie.
Marcel Bieri, Keystone
Stalberg trifft in der Overtime und rettet den Gästen aus Fribourg zwei enorm wichtige Punkte im Strichkampf.
Stalberg trifft in der Overtime und rettet den Gästen aus Fribourg zwei enorm wichtige Punkte im Strichkampf.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
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Der kurze Aufschwung des SC Bern mit dem 2:1-Sieg gegen Leader ZSC ist bereits zu Ende. Gegen Lausanne kassierten die Berner eine äusserst schmerzhafte 2:3-Heimniederlage. Damit hat der SCB fünf der letzten sechs Spiele verloren und verbleibt auf dem ernüchternden zehnten Tabellenplatz. Es waren 60 harzige, mühsame Minuten für den SCB. Die Berner können kaum noch kaschieren, dass die Verletztenliste immer länger wird, mittlerweile sieben Namen beinhaltet. Am Einsatz mangelt es dem Schweizer Meister nicht, er war auch gegen Lausanne bemüht – hatte aber auch viel Mühe mit dem unspektakulären Spiel des LHC, der seinen Gegnern in der eigenen Zone kaum Raum lässt.

Die Berner führten nach 20 Minuten 1:0, es brauchte ein Tor im Powerplay, das zwar etwas zufällig zustande kam (wegen Spielverzögerung, da LHC-Verteidger Heldner den Puck aus dem Spielfeld schoss), aber dank Nachsetzen Thomas Rüfenachts im Slot umso energischer erzielt wurde. Doch weil das Berner Nervenkostüm derzeit genauso dünn ist wie das Kader, reichte ein etwas offeneres Mitteldrittel mit nun aktiveren Lausannern bereits, dass die Partie kippte.

Der SCB ging mit einem 1:2-Rückstand ins letzte Drittel. Aber er reagierte, war praktisch die kompletten restlichen 20 Minuten spielbestimmend, glich durch Mursak auch aus und drückte auf den Siegtreffer. Der fiel, aber auf der Gegenseite, 77 Sekunden vor Schluss: Christoph Bertschy narrte bei einem Konter Gegenspieler Yanik Burren und traf nach schöner Finte zum 2:3.

SCL Tigers schlugen sich selbst

Die SCL Tigers haben es verpasst, ihre Erfolgsserie auszubauen. Nach zuletzt fünf Siegen verloren die Langnauer im Berner Derby gegen Biel 1:4. Die Equipe von Heinz Ehlers schlug sich mit sieben kleinen Strafen gleich selber. Dreimal trafen die Seeländer in Überzahl, Yannick Rathgeb buchte das zwischenzeitliche 1:1 (14. Minute), Topskorer Toni Rajala sorgte im Schlussdrittel für die Vorentscheidung (47.), Mike Künzle machte den Deckel drauf (57.).

Die Langnauer Niederlage schien vermeidbar, hatten die Emmentaler doch den besseren Start erwischt. Harri Pesonen, wie Rajala im Mai Teil von Finnlands Weltmeister-Mannschaft, erzielte den Führungstreffer (10). Bis dato lautete das Schussverhältnis aus Sicht der Gäste 9:2. Danach gestaltete sich eine ausgeglichene Partie – den Unterschied machten die Special Teams.

Derweil sich die Tigers, die nach wie vor über dem Strich klassiert sind, über die ihrer Ansicht nach zu strenge Regelauslegung beklagten, dürften die Bieler demnächst die Vertragsverlängerung mit Nummer-2-Goalie Elien Paupe bekanntgeben.

Zug bleibt der Angstgegner des ZSC

Der EV Zug bleibt der einzige Gegner, den die ZSC Lions in dieser Saison noch nie besiegen konnten. Mit dem 3:1 zuhause entschieden die Zentralschweizer auch den dritten Saisonvergleich gegen den Leader für sich. Die entscheidenden Tore für die zuletzt vor allem defensiv deutlich erstarkten Zuger erzielten im Schlussdrittel Yannick-Lennart Albrecht und Jan Kovar. Wer zwangsläufig ein Spektakel erwartete, weil sich zwei der offensivstärksten Teams der Liga gegenüberstanden, wurde allerdings über weite Strecken enttäuscht. Der Respekt der beiden Teams voreinander war spürbar, es entwickelte sich ein zähes Ringen um jeden Zentimeter Eis, und wenn es zu echten Torchancen kam, waren Genoni-Vertreter Luca Hollenstein und Lukas Flüeler jederzeit Herren der Lage.

Im Startdrittel erzielte Zugs Captain Raphael Diaz nach einem klaren Fehler von Chris Baltisberger den Führungstreffer für die Zentralschweizer, der ZSC-Vorkämpfer glich das Skore aber kurz vor der ersten Sirene noch aus. Im Mitteldrittel hatte Zug ein deutliches Chancenplus, trotz eines Schussverhältnisses von 20:8 änderte sich aber nichts am Zwischenstand. Der EVZ gewann erstmals seit dem 11. Oktober wieder ein Heimspiel, Zürich hat erst zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Partien in Serie verloren. Für beide Teams geht es am Samstag weiter: Die Lions empfangen Biel, Zug muss ins Emmental zu den SCL Tigers reisen.

Die Luganesi hatten verstanden

Sechs Mal in Serie hatte der HC Lugano nicht mehr gewonnen und es stand ein Sechspunkte-Wochenende an. Sollte der HCL gegen Rapperswil und im Tessiner Derby gegen Ambri nicht zweimal gewinnen, würde es für die Tessiner unter dem Strich langsam brenzlig werden. Die Luganesi schienen verstanden zu haben. Weil sich Gian-Marco Wetter von den Rapperswil-Jona Lakers bereits in der 2. Minute eine Strafe wegen Hakens einhandelte, bekam Lugano die Chance auf einen Treffer.

Knapp eine Minute war im Powerplay absolviert, als Raffaele Sannitz das 1:0 markierte. Ab dann liess sich der HCL nicht mehr aufhalten. Zwar hatten die Lakers am Ende mit 30:23 Schüssen aufs Tor die Oberhand, aber Lugano gewann souverän 5:1. Der erste Teil des Wochenende haben die Luganesi damit erfolgreich gestaltet. Am Samstag geht es im Tessiner Derby in der Valascia weiter.

Fribourg in der Overtime erneut erfolgreich

Das Leman-Derby Servette gegen Fribourg ging in dieser Saison bisher zweimal in die Verlängerung. Da hatte beide Male Gottéron das Glück auf seiner Seite (3:2 in Genf und 2:1 zuhause). Weil sich die beiden Teams auch dieses Mal in der Les-Vernets-Halle die Waage hielten und Servettes Tim Bozon 46 Sekunden vor Schluss das 3:3 erzielte, ging auch der dritte Vergleich in die Overtime.

Und wie könnte es anders sein: Genau, auch dieses Mal war Fribourg das Team, das das Glück erzwang. Viktor Stalberg machte mit seinem achten Saisontreffer den Sieg klar. Servette verbleibt damit Tabellendritter und Fribourg rutscht trotz zweier Punkte wieder unter den Strich.

Bern - Lausanne 2:3 (1:0, 0:2, 1:1) 15'559 Zuschauer. - SR Müller/Stricker, Ambrosetti/Fuchs. Tore: 10. Ruefenacht (Untersander, Arcobello/Ausschluss Heldner) 1:0. 30. Genazzi (Vermin, Moy) 1:1. 40. (39:07) Nodari (Lindbohm, Bertschy) 1:2. 42. Mursak (Colin Gerber, Burren) 2:2. 59. Bertschy (Lindbohm) 2:3. - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Jeffrey. Bern: Caminada; Andersson, MacDonald; Untersander, Henauer; Burren, Colin Gerber; Praplan, Arcobello, Moser; Ruefenacht, Ebbett, Scherwey; Sciaroni, Mursak, Kämpf; Spiller, Berger, Jeremi Gerber. Lausanne: Stephan; Heldner, Junland; Lindbohm, Frick; Grossmann, Genazzi; Nodari; Bertschy, Jeffrey, Herren; Moy, Emmerton, Vermin; Leone, Jooris, Kenins; Roberts, Froidevaux, Antonietti; Traber. Bemerkungen: Bern ohne Beat Gerber, Krueger, Grassi, Heim Bieber, Blum und Pestoni, Lausanne ohne Almond (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 24. Ebbett, 25. Untersander; 22. Emmerton, 60. Jeffrey.

Biel - SCL Tigers 4:1 (1:1, 0:0, 3:0) 6009 Zuschauer. - SR Wiegand/Fluri, Obwegeser/Schlegel. Tore: 10. Pesonen (Diem) 0:1. 14. Rathgeb (Cunti/Ausschluss Maxwell) 1:1. 47. Rajala (Fuchs, Pouliot/Ausschluss Neukom) 2:1. 57. Künzle (Rajala, Salmela/Auschluss Cadonau) 3:1. 60. (59:27) Schneider (Cunti, Kessler) 4:1 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Biel, 7mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Rajala; Pesonen. Biel: Hiller; Sataric, Salmela; Rathgeb, Forster; Ulmer, Moser; Fey; Tschantré, Pouliot, Rajala; Schneider, Cunti, Kohler; Künzle, Fuchs, Kessler; Holdener, Gustafsson, Neuenschwander. SCL Tigers: Punnenovs; Schilt, Blaser; Glauser, Leeger; Cadonau, Huguenin; Lardi; DiDomenico, Maxwell, Dostoinov; Berger, Diem, Pesonen; Schmutz, Earl, Neukom; Kuonen, In-Albon, Rüegsegger; Andersons. Bemerkungen: Biel ohne Hügli, Riat, Ullström, Kreis, Brunner, Wüest und Lüthi. SCL Tigers ohne Gagnon und Erni (alle verletzt). - 46. Pfostenschuss Rathgeb. - SCL Tigers von 58:55 bis 59:27 ohne Goalie.

Zug - ZSC Lions 3:1 (1:1, 0:0, 2:0) 6900 Zuschauer. - SR Hebeisen/Dipietro; Kaderli/Gnemmi. Tore: 13. Diaz (Martschini) 1:0. 19. Chris Baltisberger (Marti, Noreau) 1:1. 43. Albrecht (Alatalo) 2:1. 57. Kovar (Martschini) 3:1. - Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Zug, 6mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Roe. Zug: Luca Hollenstein; Schlumpf, Alatalo; Diaz, Stadler; Zryd, Zgraggen; Thiry; Klingberg, Lindberg, McIntyre; Martschini, Kovar, Hofmann; Simion, Leuenberger, Meyer; Langenegger, Albrecht, Zehnder. ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Blindenbacher; Pettersson, Roe, Suter; Denis Hollenstein, Krüger, Bodenmann; Wick, Prassl, Diem; Chris Baltisberger, Schäppi, Pedretti. Bemerkungen: Zug ohne Genoni, Bachofner, Schnyder, Morant, Thorell und Senteler. ZSC Lions ohne Sigrist (alle verletzt) und Ortio (überzähliger Ausländer). - Pfostenschüsse: 23. Wick, 59. Suter. - Timeout ZSC Lions (58.), ab 56:54 ohne Goalie.

Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 5:1 (2:0, 2:1, 1:0) 5580 Zuschauer. - SR Urban/Schrader, Kovacs/Cattaneo. Tore: 3. Sannitz (Bertaggia, Postma/Ausschluss Wetter) 1:0. 19. Lajunen (Suri) 2:0. 28. Lammer (Bürgler, Postma/Ausschluss Dufner) 3:0. 31. Fazzini (Bertaggia) 4:0. 32. Vukovic (Schmuckli, Ness) 4:1. 54. Fazzini (Bertaggia, Riva) 5:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Klasen; Egli. Lugano: Zurkirchen; Postma, Chorney; Loeffel, Vauclair; Chiesa, Riva; Jecker, Wellinger; Klasen, Lajunen, Suri; Fazzini Sannitz, Bertaggia; Bürgler, Romanenghi, Lammer; Jörg, Haussener, Zangger. Rapperswil-Jona Lakers: Bader; Egli, Dufner; Hächler, Maier; Vukovic, Schmuckli; Gurtner; Kristo, Cervenka, Dünner; Simek, Rowe, Mosimann; Wetter, Schlagenhauf, Forrer; Randegger, Ness, Rehak. Bemerkungen: Lugano ohne Morini und Walker. Rapperswil-Jona Lakers ohne Hüsler, Casutt, Profico, Schweri, Loosli, Gähler (alle verletzt), Clark (gesperrt) und Wellman (krank). - 43. Pfostenschuss Fazzini.

Genève-Servette - Fribourg-Gottéron 3:4 n.V. (0:1, 1:0, 2:2, 0:1) 6429 Zuschauer. - SR Borga/Salonen, Altmann/Kehrli. Tore: 7. Furrer (Bykow/Ausschluss Mercier) 0:1. 33. Wingels (Tömmernes/Ausschluss Brodin) 1:1. 46. Winnik 2:1. 48. Chavaillaz (Desharnais) 2:2. 57. Gunderson (Marti) 2:3. 60. (59:14) Bozon (Fehr) 3:3 (ohne Torhüter). 64. (63:22) Stalberg (Bykow, Stalder) 3:4. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Wingels; Gunderson. Genève-Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Mercier, Le Coultre; Völlmin; Wingels, Richard, Rod; Bozon, Fehr, Winnik; Maillard, Smirnovs, Miranda; Douay, Berthon, Kast; Riat. Fribourg-Gottéron: Berra; Kamerzin, Furrer; Abplanalp, Chavaillaz; Gunderson, Stalder; Schneeberger, Marti; Rossi, Walser, Lhotak; Sprunger, Bykow, Stalberg; Brodin, Desharnais, Mottet; Lauper, Schmutz, Schmid. Bemerkungen: Genève-Servette ohne Descloux, Fritsche und Wick, Fribourg-Gottéron ohne Forrer, Marchon und Vauclair (alle verletzt).

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