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Saisonschluss für ZSC – EVZ düpiert SCB

Fribourg-Gottéron steht als erster Playoff-Finalist fest: Der Qualifikationssieger schlägt die ZSC Lions 5:4 und gewinnt die Halbfinal-Serie 4:1. Der EV Zug siegt in Bern klar mit 4:0.

Es beginnt optimal für Fribourg im fünften Halbfinal-Duell gegen die ZSC Lions: Adam Hasani erzielt das 1:0, Rückkehrer Andrej Bykow (l.) gratuliert ihm.
Es beginnt optimal für Fribourg im fünften Halbfinal-Duell gegen die ZSC Lions: Adam Hasani erzielt das 1:0, Rückkehrer Andrej Bykow (l.) gratuliert ihm.
Keystone
Benjamin Plüss jubelt nach dem Powerplaygoal zum 3:1 – die Zürcher nehmen zu viele Strafen.
Benjamin Plüss jubelt nach dem Powerplaygoal zum 3:1 – die Zürcher nehmen zu viele Strafen.
Keystone
Der Zuger Anhang jubelt in der ausverkauften Postfinance-Arena. Gewinnt der EVZ am Samstag zu Hause, dann hat das Team von Doug Shedden die Finalqualifikation geschafft. Und das wäre doch eine saftige Überraschung.
Der Zuger Anhang jubelt in der ausverkauften Postfinance-Arena. Gewinnt der EVZ am Samstag zu Hause, dann hat das Team von Doug Shedden die Finalqualifikation geschafft. Und das wäre doch eine saftige Überraschung.
Keystone
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In einem erneut spannenden Duell schafften es die ZSC Lions am Ende nicht, den seit Spielbeginn entstandenen Rückstand gegen den HC Fribourg-Gottéron noch aufzuholen. Dabei vergab Roman Wick drei Minuten vor Schluss die Chance zum 5:5-Ausgleich. Der Internationale scheiterte solo an Gottérons Schlussmann Benjamin Conz, der seinen Gegenüber Lukas Flüeler wiederum ausstach. Der Qualifikationssieger gewann schliesslich die Halbfinal-Serie etwas glücklich, aber nicht unverdient mit 4:1 Siegen und steht erstmals seit 1994 wieder im Playoff-Final.

Den ersten Vorstoss in die Titel-Serie mussten sich die Freiburger während 19 Jahren erdulden, ehe Hans Kossmanns Equipe dem Leiden ein Ende setzte. In der unerhört intensiven Startphase mit 18 Strafminuten gegen die Lions sorgten die (unbestraften) Gastgeber für den Unterschied – Cédric Botter und Benjamin Plüss markierten die kursweisenden Powerplay-Treffer.

Der Titelhalter kam in der pulsierenden Atmosphäre in der BCF-Arena mit der Wucht der aufgeputschten Romands zunächst nicht zurecht und lag nach 30 Minuten 1:4 zurück, nicht zuletzt, weil sie zu viele Strafen kassierten. Dann aber drehten die Zürcher im Stile eines grossen Champions auf. Auch vom 3:5 liessen sich die Löwen nicht demoralisieren, Ronalds Kenins verschaffte den Gästen stattdessen mit dem 4:5 ein weiteres Comeback. Dann aber vergab Wick die grosse Chance zum 5:5 und eine mögliche Overtime.

Crawfords Gratulation und Anmerkung

Nach der aufwühlenden Partie gratulierte Lions-Dompteur Marc Crawford im SRF fair den Freiburgern für den Finaleinzug. «Wir haben fraglos gegen ein starkes Team verloren. Aber es hat mehr gebraucht, uns zu schlagen, als nur eine starke Mannschaft. Viele Dinge haben sich auch gegen uns gewendet.» Diese Äusserungen kann man nur so interpretieren, dass der kanadische Headcoach nicht mit allen Geschehnissen während diese Serie einverstanden war. Dabei dürfte es sich primär um die Arbitrage handeln, die Crawford des öftern in Rage brachte. Der Personalchef erwähnte auch lobend das Trio Andres Ambühl, Thibaut Monnet und Cyrill Bühler, das den enttrohnten Meister nun verlassen wird. Bühler kam dabei gar nicht mehr zum Einsatz, wofür sich der Trainer fast entschuldigte.

Auf Seiten der Sieger blieb man erstaunlich gelassen. Julien Sprunger meinte: «Das ist ein historischer Sieg für den Club. Aber der Finaleinzug war sehr hart», erklärte das Gottéron-Idol und sprach die starke Gegenwehr der Lions an. «Jetzt müssen wir uns gut auf die Finalserie vorbereiten.» Der angeschlagene Andrej Bykow, der wie Shawn Heins und Tristan Vauclair wieder mitspielen konnte, fand, dass die Zürcher «wirklich wie die Löwen gekämpft hätten. «Aber wir haben hier etwas Wundervolles verbracht», sagte Bykow junior und wies auch auf das 75-jährige Jubiläum des Vereins hin.

Ohne Omark zum klaren Sieg

Der EV Zug hat sich in der Serie mit dem SC Bern den ersten Vorteil verschafft. Die Grundlage zum womöglich entscheidenden Break legte der EVZ im zweiten Abschnitt. Innerhalb von 207 Sekunden erhöhten Verteidiger Alessandro Chiesa und der seit Wochen brillanten U20-Nationalspieler Lino Martschini auf 3:0 (37.). Zugs Personalchef Doug Shedden verzichtete dabei auf Topskorer Linus Omark und gab wieder Defensiv-Center Domenico Pittis Eiszeit. Die Massnahme hatte Erfolg: Der sonst so viel gescholtene Zuger Schlussmann Jussi Markkanen kam zu einem kaum erwarten Shutout den den Titelfavorien aus der Hauptstadt.

Gegen die SCL Tigers kam Rapperswil-Jona zu spät auf. Die Tor-Doublette in den letzten Minuten beschönigte nur das Resultat, mehr nicht – den aus Sicht der St. Galler bitteren Schlusspunkt setzte Simon Moser mit dem 7:5 ins leere Tor. Verlieren die Lakers in Langnau erneut, droht in der Liga-Qualifikation gegen den HC Lausanne der Absturz in die Zweitklassigkeit.

(si)

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