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Niederlagen für Berner – Siege für Zürcher

Leader SC Bern kassierte Prügel. Für Trainer John van Boxmeer war es die erste Niederlage in Lugano. Neu liegen vier Teams punktgleich an der Tabellenspitze.

Verletzt: Ambris Goalie Thomas Bäumle musste mit einer Meniskusverletzung vom Eis getragen werden.
Verletzt: Ambris Goalie Thomas Bäumle musste mit einer Meniskusverletzung vom Eis getragen werden.
Keystone

Lugano versetzte dem SC Bern einen harten Schlag und gewannen mit 3:0. Der kanadische Stürmer Hnat Domenichelli, der im Januar den Schweizer Pass erwartet, schoss dabei zwei Treffer für die Tessiner. Zu allem Berner Übel musste sich der kräftige Kanadier Ramzi Abid im letzten Drittel auch noch von Lugano-Verteidiger Timo Helbling verprügeln lassen. Die Berner konnten wenigstens ihre Tabellenführung verteitigen.

Rintanen bis 2011 in Kloten

Erster, punktgleicher, Verfolger sind nun die Kloten Flyers, die Servette 7:3 bezwangen. Routinier Marcel Jenni, der sich einer glänzenden Form erfreut, war dabei wie Curtis Brown Doppeltorschütze. Für die unterlegenen Romands war es die höchste Saisonniederlage. Die Flughafenstädter konnten zudem die Vertragsverlängerung mit Topskorer Kimmo Rintanen bis 2011 bekannt geben. Der Finne, der gegen die Genfer erneut traf, spielt bereits seit 2001 in Kloten.

Biel verlor 2:7 nach Blitzstart

Eine Kanterniederlage musste EHC Biel gegen den HC Davos hinnehmen. Der Aufsteiger war zwar durch zwei Tore von Thomas Nüssli 2:0 in Führung gegangen, verlor aber 2:7. Das Führungstor nach sieben Sekunden war das schnellste Tor in der NLA seit zehneinhalb Jahren. Nur Ken Yaremchuk für Davos (1998) und Peter Jaks für Ambri (1992) erzielten in den letzten 30 Jahren noch schneller (nach jeweils sechs Sekunden) in der NLA ein Tor.

Lions erneut mit Penaltyschiessen

Die ZSC Lions mussten zwei Tage nach der Niederlage im Penaltyschiessen gegen Prag in der Champions Hockey League in Langnau erneut den Sieger im Nervenspiel ausmachen. Diesmal stand jedoch Lukas Flüeler für den gegen Prag unglücklichen Ari Sulander im Tor. Und diesmal gewannen die Zürcher (4:3 n.P.). Petr Sejna war als Einziger im Penaltyschiessen erfolgreich. Die Tigers wurden damit nach fünf Niederlagen erstmals wieder bezwungen. In der Verlängerung hatten die Langnauer den Sieg mit einem Lattenschuss durch den starken Sandro Gmür noch knapp verpasst.

Die ZSC Lions erzielten mit deutlich weniger Aufwand ihre Tore, darunter die Treffer zum 2:3 und 3:3 jeweils in Unter- beziehungsweise Überzahl. Martin Stettler vertändelte in einem Langnauer Powerplay die Scheibe und ermöglichte so Jean-Guy Trudel den Shorthander zum Anschlusstor (29.). Der 39-jährige Jan Alston sorgte mit seinem achten NLA-Saisontor für den ZSC-Ausgleich (37.). Dieser Treffer wurde von ZSC-Captain Mathias Seger eingeleitet, der bereits sein 500. NLA-Spiel für die Lions bestritt.

Fribourg mit wichtigem Sieg

Im Kampf um die Playoff-Plätze kam Gottéron zu einem wichtigen Erfolg. Nach Heimniederlagen gegen Biel, den Zürcher SC und Langnau resultierte ein 4:1-Sieg über den EV Zug. Der kanadische Goalie Sébastien Caron erwies sich für Gottéron als Matchwinner. Caron zeigte in der Partie zweier Teams, die sich über den Strich kämpfen wollen, eine fehlerfreie Leistung und parierte 47 Schüsse. Insbesondere zu Beginn des zweiten Abschnitts, als Fribourg neun Minuten lang von den Gästen eingeschnürt wurde, liess der Kanadier die Zuger verzweifeln. Die beste Parade gelang ihm in der 24. Minute gegen den solo auf ihn zustürmenden Brad Isbister. Ausserdem traf Damien Brunner für Zug bloss den Pfosten (21.). Erst 139 Sekunden vor Schluss ruinierte Josh Holden mit dem 1:4 Carons Shutout. Neben Caron ragte noch Julien Sprunger mit seiner Leistung heraus. Dem Internationalen gelang in der 36. Minute mit seinem elften Saisontor das wegweisende 2:0, nachdem Caryl Neuenschwander Gottéron in der 8. Minute in Führung gebracht hatte.

Lakers rücken immer näher

Nach einem katastrophalen Saisonstart kommen die SCRJ Lakers immer besser in Schwung. Nach dem 5:3-Erfolg gegen Ambri schnuppern die Rapperswiler bereits an den Playoff-Rängen. Die Tessiner hatten dabei Pech. Ihr Torhüter Thomas Bäumle musste in der 14. Minute mit einer Meniskusverletzung vom Eis getragen werden. Der Nationaltorhüter verletzte sich, als er beim Verschieben vor dem Tor mit einem Schlittschuh hängen blieb und sich das Knie verdrehte. Bäumle droht nun eine längere Zwangspause. Den ersten Torschuss im Rapperswiler Powerplay musste Bäumles Back-up, Lorenzo Croce, zum 2:2-Ausgleich passieren lassen. Für den 25-Jährigen, der anschliessend eine ansprechende Leistung zeigte, war die Partie in Rapperswil erst der zweite NLA-Einsatz nach seiner Einwechslung vom 14. Oktober beim 1:8 von Ambri in Davos.

si/str

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