Zum Hauptinhalt springen

Mikko Lehtonen wechselt zum SC Bern

Der amtierende Schweizer Meister Bern verpflichtete für zwei Jahre den Stürmer Mikko Lehtonen. Damit ist das Kader fürs Erste komplett.

Der 26-jährige Mikko Lehtonen spielte zuletzt bei den ZSC Lions.
Der 26-jährige Mikko Lehtonen spielte zuletzt bei den ZSC Lions.
Thomas Oswald, Keystone

Nach dem missglückten Versuch mit dem Schweden Niklas Danielsson versucht es Bern noch einmal mit einem Nordländer. Diesmal stammt der Flügelstürmer aus der Heimat von Meistertrainer Antti Törmänen: aus Finnland. Mit finnischen Spielern hat der SCB in der Vergangenheit ein glücklicheres Händchen gehabt: Reijo Ruotsalainen, Ville Sirén und Lauri Mononen gehörten gar zu Berner Meisterteams.

Törmänen kennt Mikko Lehtonen aus gemeinsamen Jahren beim finnischen Erstligisten Espoo Blues, wo er seine Karriere begonnen hatte. Später erhielt der heute 26-Jährige bei den Boston Bruins einen Vertrag, spielte allerdings nur zwei Mal in der NHL und kam ansonsten beim Farmteam Providence Bruins in der AHL zum Einsatz. Nach einem Abstecher in die schwedische Eliteserien spielte er seit 2011 beim russischen Verein Severstal Tscherepowez in der KHL. Letztes Jahr half er bei den ZSC Lions aus und erzielte in 17 Spielen 11 Punkte.

Übernamen «Bambi»

Der SC Bern hatte schon in der letzten Saison ein Auge auf Lehtonen geworfen, sah dann aber von einer Verpflichtung ab, weil sich der Stürmer an der Schulter verletzte. Für ihn verpflichteten die Berner dann Petr Sykora. Lehtonen gilt als guter Läufer und zuverlässiger Skorer. Von der imposanten Körperstatur (1,94 Meter gross/93 Kilogramm schwer) und von der Spielart her erinnert er an Ryan Gardner. Auch er setzt seinen Körper nicht in erster Linie zur Einschüchterung des Gegners ein, sondern bevorzugt das taktische und technische Spiel. Womit er sich den Übernamen «Bambi» eingehandelt hat. Der sanfte Riese hat in Bern für zwei Jahre unterschrieben, besitzt aber eine Ausstiegsklausel für die KHL, die nach Ende der ersten Saison eingelöst werden könnte. Dem Vernehmen nach kassiert er beim SCB ein Gehalt von rund 400 000 Franken und würde ein Ablösesumme von rund 250 000 Franken einbringen.

Mit der Verpflichtung von Lehtonen ist das SCB-Kader für die nächste Saison fürs Erste komplett. Es umfasst nach den Zuzügen von Thomas Wellinger, Justin Krueger, Dan Weisskopf (alle Verteidigung) sowie den Stürmern Simon Moser, Alexej Dostoinov, Michaël Loichat und Lehtonen 10 Defensivspieler und 17 Angreifer, wobei die Junioren Samuel Kreis, Marco Müller und Julian Schmutz die Saison beim Partnerteam Basel in der NLB beginnen werden. Dort sollen sie zu möglichst viel Eiszeit kommen, wie Sportchef Sven Leuenberger gestern sagte, und in ihrer Entwicklung zu NLA-Spielern «einen weiteren Schritt tun».Leuenberger ist mit dem Kader «sehr zufrieden», wie er weiter ausführte, auch wenn noch nicht klar ist, ob die spektakulärste Neuverpflichtung, Simon Moser, tatsächlich für die Berner spielen wird. Der ehemalige Tigers-Spieler rückt im September ins Camp der Nashville Predators ein und könnte dort einen Vertrag erhalten, der ihn vom SCB entbinden würde. Die Verpflichtung eines 5. Ausländers bereits im Verlaufe der Qualifikation ist gemäss Leuenberger aber auch dann «nicht zwingend». Sollten sich nicht mehrere Spieler verletzen, werde man wohl vor dem Playoff nicht aktiv werden.Nächste Woche beenden die Spieler das Kraft- und Konditionstraining, den ersten Teil der Saisonvorbereitung. Das Programm mitgemacht hat auch Flurin Randegger, der nach Saisonende an der Schulter operiert worden war.

si/gbl

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch