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Meisternacht der Feierwütigen

Beim Empfang der Meistermannschaft feierten 7000 Fans mit den Spielern ausgelassen bis in die Morgenstunden.

So feierten die SCB-Fans ihre Lieblinge in der Postfinance-Arena.

Nach der Schlusssirene begann für die hartgesottenen Besucher des Public Viewings in der gut besuchten Postfinance-Arena das Warten. Nicht so lang wie im letzten Jahr, liegt Zug doch erheblich näher bei Bern als Lugano. Für die Fans spielte das keine Rolle, sie konnten feiern auf dem Eis, auf dem sonst Eishockey gespielt wird. Die Musik dröhnte aus den Lautsprechern, die Party war in vollem Gang. Fotos von den neu gekürten Meistern wurden auf dem Videowürfel eingeblendet oder ein Video mit einer Botschaft eines Spielers abgespielt.

Kurz nach Mitternacht kam die Nachricht, dass der Mannschaftsbus Zug verlassen hatte. Bevor dieser in Bern ankam, richtete CEO Marc Lüthi einige Worte an die Fans. Dann endlich, kurz vor zwei Uhr, betraten Meistermannschaft und Staff das aufgebaute Podium, der Champagner spritzte wild, die zahlreichen Fotografen und Journalisten versuchten irgendwie ihre Kameras zu schützen. Der abtretende Captain Martin Plüss trug das Objekt der Begierde, den Meisterpokal.

Scherwey ohne Medaille

Die Spieler waren in Feierlaune, mehr oder weniger angeheitert bereits bei der Ankunft. Thomas Rüfenacht kam mit Skibrille, Ramon Untersander mit einer blonden Perücke, später machte ein Hut in Form eines Penisses die Runde. Auch Eric Blum brachte ein aussergewöhnliches Utensil mit: ein Samurai-Schwert. Damit köpfte er eine Champagner-Flasche. Als «Rüfi» dasselbe versuchte, schlug er der Flasche den ganzen Hals ab. Tristan Scherwey lag statt der Medaille nur noch deren Band um den Hals.

Stadionmoderator Brian, der zuvor die Wartenden mit Updates bei Laune gehalten hatte, sprach reihum mit jedem Spieler der Meistermannschaft. Mark Arcobello versuchte sich in Schweizerdeutsch, Martin Plüss wurde zum Abschied gefeiert, Michael Garnett, der für den Fall geholt worden war, dass sich Leonardo Genoni verletzten sollte, sang mit den Fans. Der Rauch der Meisterzigarren breitete sich aus und vermischte sich mit dem Rauch der Petarden, die auf den Rängen gezündet wurden.

Bis zum Morgengrauen

Der Amerikaner Ryan Lasch meinte, er verstehe zwar kein Wort, doch er möge den Gesang. Kari Jalonen führte Gespräche mit seinen Spielern. Er und seine Assistenten Ville Peltonen und Samuel Tilkanen lachten, wirkten gelöst. Diese Meisternacht gehörte ihnen allen und ihre Freude kam ganz unterschiedlich zum Ausdruck: Eher in sich gekehrt, schienen einige der Spieler wie Plüss und Genoni den Erfolg zu geniessen, während andere fast nicht an sich halten konnten. Gefeiert wurde so oder so bis zum Morgengrauen.

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