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Lugano beendet das Experiment Bozon

Der HC Lugano hat Trainer Philippe Bozon (44) und dessen Assistenten Sandro Bertaggia (46) nach der 19. Niederlage im 27. Spiel entlassen.

Verschiedene Richtungen: Lugano trennt sich von Trainer Philippe Bozon.
Verschiedene Richtungen: Lugano trennt sich von Trainer Philippe Bozon.
Keystone

Die Entlassung Bozons ist primär eine Niederlage für Luganos Aufsichtsrat. Der Klub und Sportchef Roland Habisreutinger wollten um jeden Preis am Franzosen festhalten – mussten jetzt aber einsehen, dass Fortschritte ausblieben und eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn mehr ergibt. Man hätte nach der Nationalmannschaftspause eine Reaktion der Mannschaft erwartet, stattdessen habe sich die Negativspirale weiter gedreht, so der HC Lugano in seiner Presseerklärung.

Klar ist: Das Experiment Bozon ist gescheitert und dauerte wohl zu lange. Bozon wurde am 27. Januar 2010 als Nachfolger von Kenta Johansson eingestellt. Im Sommer wurde sein Vertrag um zwei Jahre bis 2012 verlängert – obwohl der Franzose vor dem Job in Lugano noch keine Profi- und Männerequipe trainiert hatte. Mit nur zehn Siegen aus 37 Spielen ist Bozon der mit Abstand erfolgloseste Lugano-Trainer seit dem letztem Titelgewinn der Bianconeri vor fünf Jahren. Im Vergleich zu Bozon (10-27) stehen die (ebenfalls gescheiterten) Vorgänger John Slettvoll (34-21), Ivano Zanatta (41-38), Kenta Johansson (21-23), Kent Ruhnke (3-5) und Hannu Virta (7-12) wie Könige da.

Nachfolge bis zum Wochenende geregelt

Bis der Nachfolger gefunden ist, betreuen die Juniorentrainer Mike McNamara und Patrick Fischer interimistisch die erste Mannschaft. Der Kanadier McNamara stand vor über 20 Jahren (bei Fribourg) letztmals an der Bande eines NLA-Spiels. Lugano empfängt am Dienstagabend in der Resega die ZSC Lions. Im Tessin geht man davon aus, dass bis zu den kapitalen Spielen gegen Langnau vom nächsten Wochenende Bozons Nachfolge feststeht.

Offen bleibt die Frage, ob der Turnaround in Form einer Qualifikation für die Playoffs diese Saison noch möglich ist. Nach 27 von 50 Runden belegt Lugano nur Platz 11; der Rückstand auf die Playoffplätze beträgt zehn Punkte. Die Plätze 7 und 8 belegen derzeit aber Fribourg und Servette, die über mindestens gleich viel Potenzial wie Lugano verfügen. Und die SCL Tigers (6.), die es noch nie in die Playoffs geschafft haben, weisen gegenüber Lugano bereits einen Vorsprung von 15 Zählern auf.

si

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