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Lohnbrecher aus Kanada

In Zukunft sollen wieder fünf Ausländer in der NLA zugelassen werden.

Nach einem Drittel der Qualifikation zeigt die Skorerliste das vertraute Bild. In den Top Ten kommt der erste echte Schweizer (Patrick Fischer, Zug) auf Platz 10 und noch hinter dem einzigen Österreicher (Oliver Setzinger) in der Liga. Ralph Krueger dürfte froh darüber sein, dass er neuerdings auch den eingebürgerten Kanadier Ryan Gardner für das Nationalteam aufbieten darf.

Ausländisches Schaffen geniesst im Schweizer Eishockey ungebrochen hohes Ansehen. SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi will an der nächsten Gesellschafterversammlung Ende November die Aufstockung von vier auf fünf Ausländer durchdrücken. Er erhält dabei unter anderem Unterstützung von ZSC-Sportchef Peter Zahner und HCD-Trainer Arno Del Curto. Der eine war als Verbandsdirektor einst Befürworter der Reduktion, der andere geniesst einen exzellenten Ruf als Förderer einheimischen Schaffens. Das hindert Del Curto nicht daran zu sagen: «Im Prinzip müssten wir die Zahl der Ausländer sogar auf acht erhöhen.»

Zumindest offiziell sollen die neuen Ausländer nicht mehr in erster Linie als Ausbildner für die Schweizer, sondern als Lohnbrecher in die Schweiz kommen. Gemäss Zahner ist der Durchschnittslohn für Schweizer Spieler in den letzten fünf Jahren um 50 Prozent gestiegen. Nationalspieler geniessen fast unbeschränkten Wert. Sandy Jeannin soll bei Gottéron 550'000 Franken verdienen, Romano Lemm seinen Lohn beim Wechsel von Kloten nach Lugano fast verdoppelt haben (440'000). Peter Zahner sagt, Ausländer für den dritten Block seien bedeutend günstiger zu haben.

Momentan testet der Agent von Patrik Bärtschi die Grenzen des Marktes und hat für seinen Klienten Offerten vom SCB, ZSC, Kloten und Zug auf dem Tisch. Wer mag es ihm verübeln. Es ist doch schön, wenn zu Zeiten von Börsencrash und Rezessionsangst zumindest ein Geschäft noch boomt.

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