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Kloten fertigt Lugano ab – Bern schlägt Zug

Der EHC Kloten war am Samstag so richtig in Spiellaune und feierte auswärts ein Torfestival. Der SC Bern schlug den EV Zug 2:0.

Das tut der Kloten-Seele bestimmt gut.
Das tut der Kloten-Seele bestimmt gut.
Keystone
Der EHC Kloten bezwingt Lugano auswärts gleich mit 7:2.
Der EHC Kloten bezwingt Lugano auswärts gleich mit 7:2.
Keystone
Bern traf im Spitzenkampf auf Zug.
Bern traf im Spitzenkampf auf Zug.
Keystone
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So hat sich Lugano das letzte Spiel vor der Olympiapause gewiss nicht vorgestellt. Gegen Schlusslicht Kloten ging das Team von Greg Ireland mit 2:7 unter.

Im zweiten Abschnitt drohte Lugano sogar die höchste Niederlage aller Zeiten in der Resega. Innerhalb von zwölf Minuten machte Kloten aus einem 2:1 ein 7:1. Die ersten beiden Goals in diesem Drittel erzielten Denis Hollenstein und Spencer Abbott innerhalb von 32 Sekunden in Überzahl. Danach stellte Lugano seinen Spielbetrieb und jegliche Gegenwehr ein. Goalie Elvis Merzlikins wurde dem Schicksal überlassen. Erst nach 40 Minuten, sieben Gegentreffern und nur 16 Paraden wurde Merzlikins erlöst und durch Daniel Manzato ersetzt. Aber Elvis Merzlikins trug sicher nicht die Schuld an Luganos Debakel.

Zwei Zweiminutenstrafen ermöglichen Doppelschlag

In der zweiten Pause richtete Trainer Ireland deutliche Worte an sein Team. Die Luganesi bemühten sich in der Folge wieder aktiv um Schadensbegrenzung. Bobby Sanguinetti gelang ein zweites Tor. Und so bleibt die 0:8-Niederlage gegen den EV Zug vom 2. November 2010 Luganos deutlichste Heimniederlage. 25 Minuten lang hatte nicht viel auf das Luganeser Debakel hingedeutet. Die Tessiner fanden nach einem misslungenen Start ins Spiel und drückten zu Beginn des zweiten Abschnitts auf den 2:2-Ausgleich. Zweiminutenstrafen gegen Philippe Furrer und Elia Riva innerhalb von vier Sekunden ermöglichten Kloten aber den siegbringenden Doppelschlag.

Genoni in Topform

Ein fragwürdiges Tor von Alain Berger nach 45 Minuten entschied das Spitzenspiel zwischen Leader Bern und seinem ersten Verfolger Zug. Berns Goalie Leonardo Genoni (30 Paraden) kam beim 2:0-Sieg zu einem weiteren Shutout. Nicht ganz auf der Höhe des Spitzenspiels bewegten sich die Referees Micha Hebeisen und Marc Wiegand. Ihnen entgingen diverse Stockfouls, so auch in der spannenden Schlussphase ein hoher Stock von Maxim Noreau gegen Santeri Alatalo, der für Blutspuren sorgte. Dem EV Zug blieb so die Chance verwehrt, in den letzten vier Minuten in Überzahl den Ausgleich zu suchen.

Zu diesem Zeitpunkt führte Bern 1:0. Alain Berger hatte nach 45 Minuten den Puck Richtung Tor gekickt, Dario Meyer stand im Torraum und es kam auch zu einem Kontakt mit dem Zuger Goalie Tobias Stephan, dennoch anerkannten die Schiedsrichter nach Videokonsultation das Tor. Die Zuger schüttelten verwundert den Kopf. Sie gaben indessen nicht auf und kämpften bis zum Schluss. Lino Martschini, David McIntyre und Garrett Roe verpassten im Finish den möglichen Ausgleich. Eine Sekunde vor Schluss gelang dem Berner Simon Bodenmann mit einem Schuss ins leere Tor das siegsichernde 2:0.

Damit hat Bern alle vier Qualifikationsspiele gegen Zug gewonnen, den Playoff-Finalisten der letzten Saison. Der Qualifikationssieg ist den Bernern nach der Olympiapause in den letzten drei Runden nicht mehr zu nehmen. Eine gute Nachricht ist ausserdem, dass Berns Goalie Leonardo Genoni vor den Winterspielen seine Topform wieder findet. Die Schweiz braucht in Pyeongchang einen Genoni in Topform, um dem Medaillentraum nachzujagen. Genoni kam bereits zum siebenten Shutout in dieser Saison.

Lugano - Kloten 2:7 (1:2, 0:5, 1:0) 5774 Zuschauer. - SR Müller/Prugger, Altmann/Gnemmi. - Tore: 5. Praplan (Santala) 0:1. 10. Bader (Grassi) 0:2. 15. Fazzini (Hofmann, Klasen/Ausschluss Stoop) 1:2. 27. (26:11) Hollenstein (Praplan, Santala/Ausschlüsse Furrer, Riva) 1:3. 27. (26:43) Abbott (Sallinen/Ausschluss Riva) 1:4. 29. Schlagenhauf (Grassi, Ramholt) 1:5. 36. Kellenberger (Hollenstein) 1:6. 39. Praplan (Santala, Hollenstein) 1:7. 41. (40:37) Sanguinetti (Morini) 2:7. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 2mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Fazzini; Praplan. Lugano: Merzlikins (41. Manzato); Furrer, Sanguinetti, Riva, Chiesa; Ulmer, Wellinger; Ronchetti; Brunner, Lapierre, Hofmann; Fazzini, Sannitz, Bertaggia; Bürgler, Cunti, Romanenghi; Walker, Morini, Klasen; Reuille. Kloten: Boltshauser; Kellenberger, Bieber; Egli, Kparghai; Stoop, Ramholt; Harlacher; Praplan, Santala, Hollenstein; Leone, Sallinen, Abbott; Obrist, Trachsler, Marchon; Grassi, Schlagenhauf, Bader. Bemerkungen: Lugano ohne Lajunen, Etem und Vauclair (alle verletzt), Kloten ohne Bäckmann (krank), Lemm, Bircher, Bozon (alle verletzt) und Poulin (überzähliger Ausländer). - Pfostenschuss Marchon (20.).

Bern - Zug 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)

16'833 Zuschauer. - SR Hebeisen/Wiegand, Kaderli/Kovacs. - Tore: 46. Alain Berger (Krueger, Pyörälä) 1:0. 60. (59:59) Bodenmann 2:0 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Ebbett; Stalberg. Bern: Genoni; Untersander, Blum; Andersson, Krueger; Noreau, Gerber; Kamerzin; Kämpf, Haas, Scherwey; Bodenmann, Arcobello, Ruefenacht; Hischier, Ebbett, Moser; Berger, Pyörälä, Meyer; Randegger. Zug: Stephan; Diaz, Morant, Helbling, Alatalo; Schlumpf, Leeger; Geisser; Klingberg, McIntyre, Suri; Martschini, Roe, Stalberg; Lammer, Diem, Senteler; Zehnder, Kast, Schnyder. Bemerkungen: Bern ohne Raymond (überzähliger Ausländer), Zug ohne Grossmann, Haberstich und Holden (alle verletzt). - Pfostenschüsse Hischier (12./40.). - Timeout Zug (59:24).

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