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«Ich will drei bis vier Kilogramm zunehmen»

Der Schweizer NHL-Nummer-1-Draft Nico Hischier spricht über den Rummel der vergangenen Tage und seine Ziele.

Wunderkind aus dem Wallis: Nico Hischier wurde von den New Jersey Devils als Nummer 1 gezogen.
Wunderkind aus dem Wallis: Nico Hischier wurde von den New Jersey Devils als Nummer 1 gezogen.
Keystone

Nico Hischier, vor zwei Wochen wurden Sie in Chicago von den New Jersey Devils als Nummer 1 gedraftet, danach erlebten Sie viele emotionale Höhepunkte: die dreitägige Präsentation in und um New Jersey, nach der Rückkehr in die Schweiz der Empfang im Walliser Heimatort Naters. Was war das eindrücklichste Erlebnis?

Das Eindrücklichste war die Nacht nach dem Draft in Chicago. Diese Stunden waren die emotionalsten.

Wie erlebten Sie diese drei Tage in Newark und auf Manhattan?

Ich traf die Verantwortlichen der Devils, die Coaches, den General Manager, hatte viele Interviews, war an einem Fussball- und an einem Baseballspiel, kreierte mein eigenes Sandwich (lacht). Es waren hektische Tage, ich konnte sie aber geniessen. Es war viel auf einmal. Alles kam mir wie ein Traum vor.

War all das fast zu viel auf einmal?

Nein, ich denke, das gehört dazu. Wenn irgendwo Erfolg ist, werden die Medien aktiv.

Sie wurden präsentiert wie ein Objekt. Fühlten Sie sich manchmal wie eines?

Nein, auch das gehört wohl dazu, für die New Jersey Devils war dieser Draft ein wichtiges Ereignis. Darum war der Rummel normal.

Kaum waren Sie in der Schweiz, wartete schon der Empfang in Naters. Wie erlebten Sie diesen? War er sogar spezieller?

Der Rummel in Nordamerika und der Empfang zu Hause – diese Dinge lassen sich nicht miteinander vergleichen. Beides war besonders. Speziell an Naters ist, dass es meine Heimat ist. Ich kannte viele Leute, die am Empfang dabeiwaren.

Sie sprachen vom Traum. Wie lange brauchten Sie, um wieder zu «erwachen»?

Nicht lange (lacht). Ich kam am Mittwoch heim, am Donnerstag begann bereits das Sommertraining. Es ist klar: Jetzt fängt die Arbeit an.

«Ich versuche, mich nicht auf andere Nummer-1-Drafts oder andere sehr gute Spieler zu fokussieren.»

Nico Hischier

Als Nummer-1-Draft werden Sie selbstredend mit Ihren prominenten Vorgängern Auston Matthews und Connor McDavid verglichen. Was ging Ihnen gestern Mittwoch durch den Kopf, als Sie vom neuen 100-Millionen-Dollar-Vertrag des 20-jährigen McDavid bei den Edmonton Oilers hörten?

Klar hat er einen Riesenvertrag erhalten. Er ist einer der weltbesten Spieler. So einen wie ihn kannst du nicht weggeben, er hat diesen Vertrag verdient.

In drei Jahren werden Sie wahrscheinlich in der gleichen Situation sein, wenn Ihr erster NHL-Standardvertrag ausläuft. Wenn Sie nun an McDavid denken: Träumen Sie auch schon von diesem Moment?

Sicher. Connor McDavid ist ein Riesenvorbild für mich. Was er leistet in seinem Alter, wie gut er schon ist, das ist nicht selbstverständlich. Er hat hart gearbeitet, um so weit zu kommen. Aber ich persönlich versuche, mich auf meine Sache zu konzentrieren.

Apropos Nummer-1-Draft: Auston Matthews schoss letzte Saison in seinem ersten NHL-Spiel vier Tore. Wie viele werden Sie schiessen?

Vier werde ich nicht schiessen … Wie gesagt: Ich versuche, mich nicht auf andere Nummer-1-Drafts oder andere sehr gute Spieler zu fokussieren. Ich weiss, was ich kann, und ich weiss, wo ich noch besser werden muss.

In welchem Bereich möchten Sie sich als Erstes verbessern?

Der Fokus liegt nun auf dem Off-Ice-Bereich. Ich will kräftiger werden, drei bis vier, vielleicht sogar fünf Kilogramm zulegen. Und danach will ich mich überall verbessern. Vor allem meinen Schuss. Und ich will schneller werden und härter spielen können als jetzt. Aber eigentlich gibt es keinen Bereich, in dem du je sagen kannst: Jetzt bin ich gut genug für die NHL.

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