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In Bern wird «Schwizer Meischter» gesungen – in Zug trifft Ebbett zum 5:1

7000 Fans feierten beim Public Viewing in der Postfinance-Arena den 15. Meistertitel des SCB.

Jubel und Trubel bei den SCB-Fans am Public Viewing in der Postfinance-Arena – die grosse Meisterfeier dauerte bis tief in die Nacht.
Jubel und Trubel bei den SCB-Fans am Public Viewing in der Postfinance-Arena – die grosse Meisterfeier dauerte bis tief in die Nacht.
Lukas Lehmann, Keystone

«We are the champions», der Refrain des Queen-Hits schallt durch die Postfinance-Arena. Zigaretten und Zigarren werden im sonst rauchfreien Stadion angezündet. Die Fans strömen auf das Eis, es wird in dieser Saison nicht mehr gebraucht: Der SC Bern ist Meister. Das Warten auf die Helden beginnt. Ihnen soll ein meisterlicher Empfang bereitet werden.

Spektakel auf dem Würfel

7000 Fans haben sich zum Public Viewing im Stadion ihres Vereins eingefunden. Egal, dass in diesem Jahr Eintritt verlangt wird, schliesslich soll zusammen dem möglichen Titel entgegengefiebert werden. Auf dem Würfel werden an diesem Abend nicht Zeit, Strafen und Werbung gezeigt, das ganze Spektakel spielt sich dort oben ab. Über das Eis der Arena gleiten nur die projizierten SCB-Logos. Bald schon gibt es Grund zum Jubeln, Moser hat soeben das erste Tor für den SCB erzielt. Vermeintlich. Das Tor zählt nicht, das Unverständnis ist hörbar. Die Freude über die tatsächliche Führung kurz danach ist umso grösser. Ein erstes Mal springen alle Zuschauer auf. Gesänge werden angestimmt. Worte braucht es nicht viele, um Emotionen auszudrücken: «Aahs!» raunt es auf den Tribünen, wenn die Berner Fahrt Richtung Tor aufnehmen. «Oohs!» folgen bei gelungenen Aktionen; die Enttäuschung, wenn der Puck sein Ziel verpasst, zeigt sich schliesslich in einem «Ay!».

Der Jubel wird mit jedem Tor lauter. Klar, der Meistertitel ist mit jedem Treffer ein Stück näher. Das ist spürbar. Die Spannung, die über dem Stadion lag, weicht langsam einer grossen Freude. Nach dem 4:0 macht die Welle die Runde um das Eisfeld.

Ironisches Mitleid

Ein Zug-Fan, der sich die Tränen aus den Augen wischt, flimmert über den Bildschirm. Ein spöttisches «Oooh» klingt durch die Arena, es ist Ausdruck des ironischen Mitleids der Berner Fans, die den Abpfiff herbeisehnen.

Gute zehn Minuten vor der Schlusssirene wird in Bern das erste Mal «Meischter, Schwizer Meischter» angestimmt. In Zug erzielt Ebbett das fünfte Tor für Bern. Es gibt kein Halten mehr. Kurz danach ist es offiziell. Die letzten Sekunden werden runtergezählt, dann der grosse Aufschrei: Es ist geschafft! Pyros und Knallpetarden, die einige im Stadion zünden, werden mit Pfiffen quittiert. Der Feierlaune tut das keinen Abbruch. Das Fest ist eröffnet, die Nacht in Bern wird eine lange werden.

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