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«Im siebten Spiel eine fünfte Overtime»

Zug freut sich über den Finaleinzug in der Direttissima. Und Trainer Dan Tangnes hat einen Wunsch an Biel und Bern.

Dan Tangnes (r.) und Assistent Josh Holden haben beim EVZ alles im Griff.
Dan Tangnes (r.) und Assistent Josh Holden haben beim EVZ alles im Griff.
Alexandra Wey, Keystone

Gross war die Freude im Zuger Kabinengang, nachdem auch der vierte Sieg gegen Lausanne Tatsache war. Trainer Dan Tangnes umarmte seine Assistenten Josh Holden und Stefan Hedlund, alle drei danach Sportchef Reto Kläy. Sie strahlten, währenddem die Spieler noch auf dem Eis die verdienten Ovationen erfuhren und erste TV-Interviews gaben. Als dann auch Sven Senteler, Tobias Stephan und Reto Suri in der Garderobe waren, schloss sich die Türe für einen kurzen Moment.

«Wir wollen jetzt den Moment geniessen, aber danach wollen wir noch mehr», liess Tangnes keine Zweifel darüber offen, dass der Halbfinal nicht mehr als eine Durchgangsstation gewesen sein soll. Auf dem Weg zum zweiten Meistertitel und dem ersten nach 21 Jahren. Klar, wer im Final ist, will immer den Titel. Wer mit einer solchen Leichtigkeit durchs Tableau gepflügt ist, wie die Zentralschweizer noch mehr: 8:1 Siege gegen Lugano und Lausanne, kaum Energieverlust und gegen die Romands nur eines von 15 ganzen Dritteln verloren.

«Die Kräftereserven waren ein Vorteil für uns», sagte Tangnes, «nachdem wir hier das dritte Spiel dominiert hatten (5:0, Red.), merkte man, dass sie müder wurden.» Zwischendurch wurde das Interview kurz unterbrochen: Lausannes Jonas Junland, einst in Schweden Spieler unter Tangnes, brachte die besten Glückwünsche, ebenso Cristobal Huet, der einstige Stanley-Cup-Sieger, der heute im Staff steht.

Ändern wollen die Zuger vor dem ersten Finalspiel in einer Woche nichts, egal, ob der Gegner dann Biel oder Bern heisst. Wieso auch? Es wäre geradezu fahrlässig, die Erfolgsformel in Frage zu stellen. Heute Freitag wird noch trainiert, danach erhalten die Spieler das Wochenende frei, und bereiten sich am Montag intensiv auf den Final vor. «Wenn wir dann wissen, wer der Gegner ist, werden wir uns ab dann auf ihn einstellen», so Tangnes. Eigentlich hat er aber einen anderen Wunsch, wie er mit einem breiten Lachen sagt: «Ich wünsche mir im siebten Spiel eine fünfte Overtime.»

Zu viele Eigenfehler

Die Lausanner ihrerseits verabschiedeten sich ziemlich zügig in Richtung Bus. Die Enttäuschung darüber war ihnen anzusehen, dass sie mit der erstmaligen Halbfinalqualifikation das Pulver offensichtlich verschossen hatten. Nach dem Erfolg in sieben Spielen gegen Langnau waren zu viele Leistungsträger nicht mehr in Bestform oder fehlten lange ganz wie Dustin Jeffrey. Der Topskorer spielte am Donnerstag zwar wieder, seine Hereinnahme bewirkte aber nichts. Zur Offensivschwäche gesellten sich beim Team von Ville Peltonen eklatante defensive Mängel, die ersten vier Zuger Tore entsprangen Lausanner Fehlern, das Dritte hatte sogar Slapstick-Charakter. «Wir haben ihnen wieder viel zu viel geschenkt. Hoffentlich lernen wir daraus für die Zukunft», sagte Captain Etienne Froidevaux.

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