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ZSC demütigt Langnau, Bern verliert in Genf

Die Zürcher sind bei schwachen Tigers gnadenlos. Der SCB verliert beim Leader 1:2 und Biel kann doch siegen.

Bieler und Zuger kämpfen um jede Scheibe. Es fallen viele Tore auf beiden Seiten, ein Offensivspektakel.
Bieler und Zuger kämpfen um jede Scheibe. Es fallen viele Tore auf beiden Seiten, ein Offensivspektakel.
Das Spiel zwischen Genf und Bern ist zerfahren. Jeder Scheibengewinn ist harte Arbeit.
Das Spiel zwischen Genf und Bern ist zerfahren. Jeder Scheibengewinn ist harte Arbeit.
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Nachdem sich bei den ZSC Lions zehnmal nacheinander Sieg und Niederlage abgewechselt hatten, brachen sie an der Ilfis aus ihrem Trott aus: Ihr 6:1 gegen zusehends mutlosere SCL Tigers war ihr zweiter Erfolg in Serie. So klar, wie das Ergebnis ausfiel, war die Partie aber lange nicht. Erst das 3:1 Chris Baltisbergers kurz vor der zweiten Pause stellte die Weichen zugunsten der Gäste. Im Schlussabschnitt war die Tigers-Defensive dann etwa so löchrig wie Emmentaler Käse, womit sich drei weitere Zürcher in die Torschützenliste eintragen konnten.

Der Unterschied war, bis sich die Langnauer aufgaben, primär das Powerplay. Pettersson (11.) und Chris Baltisberger (39.) sorgten für die ersten ZSC-Überzahltore seit vier Spielen, derweil das Spiel mit einem Mann mehr bei den Tigers wie meist nicht gut funktionierte. Lange brachte DiDomenico noch etwas Leben ins Langnauer Spiel, im Schlussabschnitt tauchte dann aber auch er ab. Für die Emmentaler war es die vierte Niederlage in den letzten fünf Spielen. Ihr Vorsprung auf den Strich schmilzt langsam, aber sicher. (sg.)

Servette fliegt weiter

Servette ist nicht zu bremsen. Die jungen «Wilden» aus Genf kamen zum siebten Sieg in Folge. Von solch einer Bilanz respektive Serie kann der Meister aus Bern nur träumen. Er bezog die fünfte Niederlage aus den letzten sechs Partien, unterlag dem Tabellenführer 1:2.

Geschäftsführer Marc Lüthi hatte vor dem Berner Gastspiel in Genf harte Kritik geübt, von zuletzt «extrem arroganten Auftritten» gesprochen. Die gestrige Leistung hatte dann wenig bis gar nichts mit Arroganz zu tun. Sie war grösstenteils solid. Aber wie sich die Mannschaft von Kari Jalonen um den Ertrag brachte, das war naiv und stümperhaft. Nach zwei Dritteln stand es 1:1, Berger und Miranda hatten mittels Ablenkern reüssiert. Entscheidendes ereignete sich zwischen der 45. und 47. Minute: Der SCB durfte sich zwei volle Minuten lang mit 5 gegen 3 versuchen. Er brachte nichts zustande. Kurz vor Ablauf der Strafe schoss Untersander in den Block, Winnik und Karrer kamen von der Strafbank und sogleich in Scheibenbesitz. Sie zogen zu zweit auf Karhunen und verwerteten den Konter zum Siegtor. (rek)

Biel kann doch noch gewinnen

Acht Spiele wartete der EHC Biel auf einen Erfolg. Der Sieg gegen Rapperswil-Jona am 1. Dezember war der letzte. Gegen Zug reichte es zumindest für zwei Punkte. Für die Fans begann das Spiel mit Spektakel, für die Trainer mit Kopfschütteln. Als Gustafsson nach 18 Minuten für den EHC traf, war es bereits das 3:3. Zuvor hatten für Zug zweimal Kovar und Martschini getroffen, Fuchs und Ullström für Biel jeweils ausgeglichen. Mangelhafte Defensivleistungen auf beiden Seiten sorgten für ein torreiches erstes Drittel. Das Mitteldrittel begann mit einer Druckphase der Zuger Gäste und endete torlos. Goalie Jonas Hiller hielt die Bieler im Spiel.

Mit einem Doppelschlag von Künzle und Schneider gingen die Bieler nach 44 Minuten erstmals in Führung. Doch Hofmann und Lindberg wollten sich nicht geschlagen geben und zwangen die Bieler in die Overtime. Mit dem 6:5 nach 64 Minuten erlöste Rathgeb in Biel Mannschaft und Anhang. Zug bietet sich bereits am Samstag die Chance auf Revanche. (tzi)

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Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

SCL Tigers - ZSC Lions 1:6 (1:2, 0:1, 0:3)

5886 Zuschauer. – SR Müller/Kaukokari, Kovacs/Obwegeser.Tore: 5. Berger (DiDomenico, Pesonen) 1:0. 11. Pettersson (Noreau, Suter/Ausschluss Diem) 1:1. 20. (19:57) Suter (Hollenstein, Bodenmann) 1:2. 39. Chris Baltisberger (Pettersson, Suter/Ausschluss Rüegsegger) 1:3. 45. Hollenstein (Dominik Diem, Trutmann) 1:4. 48. Noreau (Backman, Pettersson) 1:5. 51. Schäppi (Pedretti) 1:6. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 4-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. – PostFinance-Topskorer: Pesonen; Suter.SCL Tigers: Punnenovs; Cadonau, Leeger; Erni, Lardi; Blaser, Huguenin; Grossniklaus; Elo, Maxwell, Schmutz; DiDomenico, Berger, Pesonen; Kuonen, Nolan Diem, Neukom; Rüegsegger, In-Albon, Sturny.ZSC Lions: Ortio; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Blindenbacher; Pettersson, Suter, Backman; Bodenmann, Dominik Diem, Hollenstein; Chris Baltisberger, Prassl, Wick; Sigrist, Schäppi, Pedretti; Simic. Bemerkungen: SCL Tigers ohne Dostoinow, Glauser, Schilt (alle verletzt), Earl und Gagnon (beide überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Krüger, Roe, Flüeler (alle verletzt) und Sutter (überzählig). Pfostenschüsse Berger (5.) und Pedretti (18.). Lattenschuss Hollenstein (48.).

Genève-Servette - Bern 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

6503 Zuschauer. - SR Hebeisen/Dipietro, Fuchs/Schlegel.Tore:29. Berger (Blum) 1:2. 31. Miranda (Kast) 1:1. 47. Winnik (Karrer) 2:1. - Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 1-mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Wingels; Arcobello.Genève-Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Völlmin, Le Coultre; Kast; Miranda, Fehr, Winnik; Wingels, Richard, Rod; Maillard, Smirnovs, Bozon; Riat, Berthon, Douay; Patry.Bern: Karhunen; Untersander, MacDonald; Andersson, Beat Gerber; Krueger, Blum; Burren, Colin Gerber; Pestoni, Arcobello, Moser; Sciaroni, Heim, Praplan; Rüfenacht, Ebbett, Scherwey; Spiller, Berger, Kämpf. Bemerkungen: Genève-Servette ohne Fritsche, Mercier und Wick, Bern ohne Bieber, Grassi, Henauer (alle verletzt) und Mursak (überzähliger Ausländer). Timeout Bern (60.). Bern von 58:38 bis 59:56 ohne Torhüter.

Biel - Zug 6:5 (3:3, 0:0, 2:2, 1:0) n.V.

5761 Zuschauer. - SR Stricker/Tscherrig, Kaderli/Progin.Tore: 4. Kovar (Hofmann) 0:1. 8. Fuchs (Rajala) 1:1. 10. (9:00) Kovar (Klingberg, Hofmann) 1:2. 10. (9:37) Ullström (Kreis/Ausschlüsse Riat; Alatalo) 2:2. 15. Martschini 2:3. 19. Gustafsson (Fuchs/Ausschluss Langenegger) 3:3. 45. (44:20) Künzle (Ullström, Rathgeb/Ausschluss Senteler) 4:3. 45. (44:41) Schneider (Riat) 5:3. 51. Hofmann (Kovar, Senteler/Ausschluss Gustafsson) 5:4. 58. Lindberg (Alatalo/Ausschluss Thiry!) 5:5. 64. Rathgeb (Ausschluss Simion) 6:5. - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Riat) gegen Biel, 5mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Rajala; Hofmann.Biel: Hiller; Moser, Kreis; Rathgeb, Forster; Fey, Salmela; Sataric; Fuchs, Ullström, Rajala; Brunner, Gustafsson, Künzle; Riat, Neuenschwander, Schneider; Kohler, Tanner, Tschantré; Wüest.Zug: Genoni; Morant, Geisser; Wüthrich, Alatalo; Thiry, Zryd; Stadler; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Senteler, Zehnder; Langenegger, Albrecht, Leuenberger. Bemerkungen: Biel ohne Cunti, Ulmer, Lüthi, Hügli und Pouliot, Zug ohne Bachofner, Diaz, Schnyder, Zgraggen (alle verletzt) und Schlumpf (gesperrt). Lattenschuss Lindberg (23.). Timeout Biel (62.).

Rangliste: 1. Genève-Servette 35/65 (98:79). 2. ZSC Lions 36/65 (118:89). 3. Zug 33/62 (107:89). 4. Davos 33/61 (106:93). 5. Lausanne 33/53 (96:88). 6. Biel 35/51 (97:101). 7. SCL Tigers 34/48 (84:99). 8. Bern 35/45 (91:104). 9. Lugano 34/43 (88:97). 10. Fribourg-Gottéron 33/42 (77:88). 11. Ambri-Piotta 34/42 (83:96). 12. Rapperswil-Jona Lakers 33/35 (83:105).

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