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Genugtuung für Hollenstein junior

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam gewinnt zum zweiten Mal nach 2012 das Heimturnier in Arosa. Im Final bezwingt es Weissrussland 3:2. Siegtorschütze ist erneut Denis Hollenstein.

Wieder Denis Hollenstein: Der Klotener Stürmer (l.) erzielt wie schon gegen Norwegen das entscheidende Tor zum 3:2-Sieg im Aroser Final gegen Weissrussland. Eric Blum beglückwünscht den Matchwinner.
Wieder Denis Hollenstein: Der Klotener Stürmer (l.) erzielt wie schon gegen Norwegen das entscheidende Tor zum 3:2-Sieg im Aroser Final gegen Weissrussland. Eric Blum beglückwünscht den Matchwinner.
Keystone
Severin Blindenbacher, Denis Hollenstein, Eric Blum und Gaëtan Haas (v. l.) freuen sich über den Turniersieg, der letztlich verdient zustande kommt.
Severin Blindenbacher, Denis Hollenstein, Eric Blum und Gaëtan Haas (v. l.) freuen sich über den Turniersieg, der letztlich verdient zustande kommt.
Keystone
Für den neuen Nationalcoach Glen Hanlon ist es nicht nur ein Erfolg gegen sein ehemaliges Team, sondern auch der erste Turniersieg auf Schweizer Boden. Dennoch: Zu viele Hochs und Tiefs wechseln sich im Schweizer Team noch ab.
Für den neuen Nationalcoach Glen Hanlon ist es nicht nur ein Erfolg gegen sein ehemaliges Team, sondern auch der erste Turniersieg auf Schweizer Boden. Dennoch: Zu viele Hochs und Tiefs wechseln sich im Schweizer Team noch ab.
Keystone
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Vor einem Jahr hatten die Schweizer den Final der Arosa Challenge gegen die Weissrussen mit 2:3 nach Penaltyschiessen verloren. Und auch an der letzten A-WM in Minsk setzte es eine bittere Niederlage ab. Nun nahmen sie erfolgreich Revanche. Nach einem 1:2-Rückstand nach 40 Minuten drehten sie die Partie dank zwei Powerplay-Treffern von Inti Pestoni und Denis Hollenstein. Nationalcoach Glen Hanlon feierte im ersten Duell mit seinem ehemaligen Arbeitgeber damit einen ersten Sieg – und gleichzeitig auch seinen ersten Turniersieg in der Schweiz.

Wie am Vortag gegen Norwegen (3:2 n.V.) war den Schweizern im Mitteldrittel vorübergehend die Kontrolle entglitten. Zwar gingen sie durch Simon Moser, der seinen ersten Treffer seit der Saisonvorbereitung erzielte, in Führung, in der Folge drehten die Weissrussen die Partie aber bis in die 39. Minute. Erst im Schlussdrittel steigerte sich Hanlons Auswahl, die zu einer neuerlichen Wende im Spiel führte.

Pestoni und Hollenstein überzeugen

Ein positiver Aspekt im Schweizer Spiel waren die Special Teams. Fünfmal überstanden die Schweizer eine Strafe schadlos. Und als mit dem ehemaligen Ambri-Verteidiger Wladimir Denissow in der 44. Minute zum dritten Mal ein Weissrusse auf der Strafbank Platz nehmen musste, erzielte der quirlige Pestoni in Überzahl den Ausgleich.

Und es kam noch besser: Sechs Minuten vor dem Ende musste mit Dimitri Korobow erneut ein Weissrusse auf die Bank, Hollenstein erzielte dabei via den Schlittschuh eines Gegners das 3:2. Der Stürmer hatte bereits am Vortag, am Tag als sein Vater Felix in Kloten durch den ehemaligen Schweizer Nationaltrainer Sean Simpson ersetzt worden war, den Siegtreffer geschossen. Zur Situation in seinem Club mochte sich Hollenstein junior verständlicherweise nicht äussern. Der Flügel erklärte gegenüber SRF aber, dass es schön sei, das Turnier gewonnen zu haben. «Wir wollten eine gute Leistung abrufen, das gelang uns mehrheitlich auch. Über Boxplay und Powerplay hatten wir noch vor dem Spiel gesprochen.» Offenbar nützte es auch.

Nicht nur Hollenstein, auch Pestoni hatte am Vortag bereits getroffen (zum 1:0). Das Duo gehörte nicht nur wegen ihrer Tore zu den auffälligsten Spielern im Schweizer Team. Die Schweizer spielten gegen die Weissrussen zwecks Schonung im Hinblick auf den Spengler-Cup unter anderen ohne die Davoser Andres Ambühl und Gregory Hofmann. Und anstelle von Zugs Tobias Stephan hütete im Final Lukas Flüeler von den ZSC Lions das Tor. Beide Goalies zeigten in Arosa solide Vorstellungen – was man über ihre Vorderleute nicht unbedingt sagen kann.

Schweiz - Weissrussland 3:2 (0:0, 1:2, 2:0) Arosa. - 2105 Zuschauer (ausverkauft). - SR Vinnerborg/Wehrli, Ambrosetti/Wüst. - Tore: 28. Moser (Bertschy) 1:0. 30. Raswadowski (Drosd) 1:1. 39. Andrjuschtschenko (Jefimenko) 1:2. 45. Pestoni (von Gunten, Rüfenacht/Ausschluss Denissow) 2:2. 56. Hollenstein (Ausschluss Korobow) 3:2. - Strafen: je 5mal 2 Minuten. Schweiz: Flüeler; Blindenbacher, Kukan; Helbling, Blum; Kamerzin, von Gunten; Kparghai, Grossmann; Baltisberger, Haas, Hollenstein; Bertschy, Almond, Moser; Walker, Trachsler, Künzle; Pestoni, Fritsche, Rüfenacht. Weissrussland: Gorjatschewskich; Denissow, Korobow; Schinkjewitsch, Lisowez; Nogatschjow, Stassenko; Kasnadej, Goroschko; Kisli, Stas, Gawrus; Stepanow, Kulakow, Andrjuschtschenko; Jefimenko, Kowyrschin, Raswadowski; Wolkow, Drosd. Bemerkungen: Schweiz ohne Ambühl, Hofmann, Martschini (alle überzählig) und Stephan (Ersatztorhüter), Weissrussland ohne Pawlowitsch (verletzt). Timeout Weissrussland (59:29). Weissrussland ab 59:10 ohne Torhüter.

(si)

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