Zum Hauptinhalt springen

Für einmal keine erfolgreiche Berner Rückkehr

Was beim 3:2 gegen Davos noch gelang, versuchte der SCB in Lugano beim 2:3 vergebens.

Glücklos in der Resega: Simon Gamache und der SCB bissen sich an Luganos Abwehr die Zähne aus. (Keystone)
Glücklos in der Resega: Simon Gamache und der SCB bissen sich an Luganos Abwehr die Zähne aus. (Keystone)

Irgendwann musste die Serie der SCB-Comebacks nach einem Rückstand ja abbrechen. Gestern spielte Lugano in der Resega zu solide und fügte dem SC Bern nach fünf Siegen in Serie wieder einmal eine Niederlage zu. Leader blieb der SCB gleichwohl, weil Servette gegen Davos nicht gewann und die ZSC Lions erst am Dienstag wieder im Einsatz stehen.

Bereits am Samstag hatten die Berner hart kämpfen und weite Wege gehen müssen, ehe sie den 1:2-Rückstand gegen den HC Davos in ein 3:2 umgebogen hatten. Ivo Rüthemann stand mit seinen zwei Toren zusammen mit seinen Sturmkollegen Plüss und Neuenschwander Pate bei diesem Sieg. Einmal mehr hatte diese Linie die ganze Mannschaft für eine defensiv gute, offensiv - respektive im Abschluss - aber höchst dürftige Leistung belohnt. Gestern Sonntag gelang dieses Kunststück dann nicht mehr. Ganz offensichtlich schienen die Luganesi auf der Heimfahrt am Samstagabend (und dem 0:2 in Rapperswil-Jona) ihre Beine besser gelockert zu haben als die Berner.

Diskreter Rüthemann-Block

Denn während die Berner zwar im ersten Drittel ihren Teil zu einer abwechslungsreichen Partie beitragen konnten, liessen sie sich mit zunehmender Zeit von den Tessinern dominieren. Am augenfälligsten war dies beim Rüthemann-Block, der sich gegen Luganos Paradelinie keine einzige klare Torchance erspielen konnte. Dafür veranstaltete die Linie mit National-League-A-Topscorer Randy Robitaille (gestern 1 Tor, 2 Assists) sowie den Flügeln Domenichelli (1 Tor, 1 Assist) und Hamilton (1 Assist) bei praktisch jedem Einsatz Spektakuläres. Wenn dann auch noch Nummelin an der blauen Linie stand, mussten sich die Berner Gäste mit der Zuschauerrolle begnügen. Trotzdem konnte Lugano nie davonziehen, auch zu Beginn des dritten Abschnitts nicht, als Bührer mehrmals nur mit Hechtsprüngen und letztem Einsatz sein Tor sauber halten konnte. So ermöglichte er seinem Team einen - wenn auch letztlich erfolglosen - Endspurt, bei dem Mclean (57.) und Neuenschwander (59.) noch zwei gute Ausgleichschancen hatten.

Die fünf Tore zum 3:2 Luganos fielen alle im zweiten Drittel innert weniger als 14 Minuten. Bei den zwei Treffern Luganos im Powerplay erhielt der Leader Anschauungsunterricht, wie diese Spielsituation in Tore umgemünzt werden kann. Bei vier kleinen SCB-Strafen zwei Tore, das machte gestern eine Erfolgsquote von 50 Prozent. Lugano erzielte bislang 34 Tore in Überzahl, der SCB mit praktisch ebenso vielen Powerplay-Möglichkeiten nur 20. Doch Spieler wie die Tessiner sie in Robitaille und Nummelin haben, die solche Laserpässe quer durch die gegnerische Zone spielen können, sind nun mal rar.

«Das war trotzdem ein gutes Wochenende», resümierte SCB-Trainer Larry Huras das 3:2 und 2:3. «Wir vergeben zu viele Chancen, sind zu wenig effizient, aber das ist ja nichts Neues», sagte er einigermassen relaxt.

Wenn jetzt am nächsten Samstag noch ein weiterer Sieg gegen das unangenehme Servette gelingt, können die Weihnachtstage geplant und beim Christkind der Wunsch angebracht werden, dass der HC Lugano nicht bis zum Playoff-Start auf Platz 8 stecken bleiben möge…

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch