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Fall HC Lugano: Ankläger fordert Gefängnis

Die ehemaligen Chefs des HC Lugano sollen mit Freiheitsstrafen von 14 bis 16 Monaten für die Existenz von schwarzen Kassen gebüsst werden.

Dies forderte Staatsanwältin Monica Galliker am Donnerstag in ihrem Plädoyer vor dem Strafgericht Lugano.

Für den ehemaligen Präsidenten Fabio Gaggini beantragte sie eine Freiheitsstrafe von 16 Monaten, für den langjährigen Geschäftsführer Beat Kaufmann eine solche von 14 Monaten.

Der 61-jährige ehemalige Bankangestellte wiederum, der das Schwarzgeldkonto verwaltete, soll nach dem Willen von Galliker mit 240 Tagessätzen à 340 Franken bestraft werden.

Staat um 5 Millionen geprellt

Galliker wirft den ehemaligen Chefs des HC Lugano vor, zwischen 1996 und 2005 insgesamt 3,5 Millionen Franken an Kantons- und Bundessteuern hinterzogen zu haben. Weiter hat der Klub in jenem Zeitraum 1,5 Mio. Franken zu wenig in die AHV-Kasse einbezahlt.

Das Gros dieser Rückstände wurde mittlerweile zurückerstattet. Zudem zahlte der HCL noch eine Steuerbusse in der Höhe von rund zwei Millionen Franken.

Die Klubchefs des HCL hätten die Behörden absichtlich hinters Licht geführt, sagte Galliker. Zudem sei ihr Verhalten gegenüber den anderen Klubs nicht gerade sportlich gewesen.

Der Vergleich mit dem Lokalrivalen HC Ambrì-Piotta habe gezeigt, dass es im Eishockey auch Klubs gebe, die sich an die Regeln halten würden.

Richter Claudio Zali wird das Urteil möglicherweise bereits am Donnerstagabend verkünden.

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